Ein neues Zentrum für den Prenzlauer Berg! Bevor Grüne und SPD (die CDU sowieso) die Stadt zerstören!

TEDDY ZWEI NULL: postkarte kleinMehr Raum für Kultur und Bildung, mehr Platz für Kinder und Jugendliche, bezahlbare Wohnungen erhalten und einfach mehr Grün für alle!

Der Prenzlauer Berg gehört mit seinen vielen Kiezen aus der Gründerzeit zu einem der am dichtesten bebauten Stadtteile, sein Kinderreichtum ist fast legendär. Zwangsläufig ergibt sich dadurch schon heute – und umso mehr in absehbarer Zukunft – ein erhöhter Platzbedarf für Kitas, Schulen, Jugendeinrichtungen, Kulturangebote und einfach für ausgedehnte Grünflächen.
Mitten in unserem Stadtteil gibt es allerdings ein Areal, das noch jede Menge Potential für solche Zwecke bietet – das Areal am Ernst-Thälmann-Park. Wenn wir jetzt die richtigen Entscheidungen treffen, könnte hier ein neues kommunales Zentrum für den ganzen Prenzlauer Berg entstehen, das jedem zugänglich ist und eben die Freiräume schafft, die in der Großstadt so wertvoll sind.
Während sich die umliegenden Kieze in den letzten 20 Jahren sehr stark verändert haben, ist das Quartier am Ernst-Thälmann-Park zwischen Prenzlauer Allee, Danziger Straße, Greifswalder Straße und Ringbahn in dieser Zeit fast unverändert geblieben. Aus einem einfachen Grund: der überwiegende Teil der Flächen und Gebäude sind bzw. waren in öffentlicher Hand und somit für den freien Immobilienmarkt nicht zugänglich. Doch befeuert durch die Entwicklungen des Immobilienmarktes drängen Investoren nun auch in dieses Areal vor und beabsichtigen, es nach profitorientierten Vorstellungen umzugestalten.
Ausgerechnet die rot-grüne Mehrheit in der Bezirksverordnetenversammlung von Pankow, allen voran Jens-Holger Kirchner (Die Grünen, Stadtrat für Stadtentwicklung) und Klaus Mindrup (SPD, Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung) unterstützen dieses Vorgehen nach Kräften. Schon im Jahr 2012 wollte der Bezirk Pankow das historische Bezirksamtsareal in der Fröbelstraße auf dem freien Markt veräußern. Nur eine Intervention des Senats hat dies verhindert. Herr Kirchner zeigt sich auch sehr aufgeschlossen für Neubauten an verschiedenen Stellen des Areals:  So wirbt er z.B. ganz offen für den Bau von 21-geschossigen Wohnhochhäusern auf dem ehemaligen Bahngelände am S-Bahnhof Greifswalder Straße, welches wir jedoch als Teil einer neuen, großflächigen Grünanlage entlang der Ringbahn sehen.
Derartige Luxus-Penthouse-Wohnungen mitten im Prenzlauer Berg würden sich am internationalen Immobilienmarkt natürlich zu Höchstpreisen vermarkten lassen. In diesem Zusammenhang treibt der Bezirk auch plötzlich eine Fassadensanierung der Plattenbauten im Thälmannpark voran, sogar das Thälmann-Denkmal an der Greifswalder Straße ist Einigen ein Dorn im Auge. Schließlich könnte der spröde Charme der sozialistischen Vorzeige-Wohnanlage die  Vermarkungschancen der hochpreisigen Neubauprojekte gefährden.
Die hitzige Debatte zum Thema „Mietensteigerungen“ wird zurzeit massiv von der Immobilienbranche ausgenutzt, um unter dem Schlagwort „Nachverdichtung“ lukrative, innerstädtische Freiflächen zuzubauen. Dabei kann jeder sehen, dass die meisten Neubauprojekte im hochpreisigen Segment angesiedelt sind und eben keinen dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum schaffen. Dennoch sind eine Vielzahl solcher Luxusstandorte im Prenzlauer Berg, darunter allein drei solcher Projekte auf dem Areal bereits realisiert bzw. im Bau – das ist genug. Eine verantwortungsvolle nachhaltige Stadtteilentwicklung sieht anders aus.

Wir fordern, dass die verbliebenen Freiflächen und existierenden Gebäudekomplexe im Quartier in öffentlicher Hand bleiben und den Bürgerinnen und Bürgern zur Nutzung freistehen. Wir lehnen jede weitere Bebauung auf diesem Areal ab, denn großzügige Grünflächen innerhalb der Stadt sind eines der wertvollsten Güter, die es für uns und zukünftige Generationen zu erhalten gilt. Der Stadtteil Prenzlauer Berg gehört zu den am schlechtesten mit Grün- und Erholungsflächen ausgestatteten Berliner Wohngebieten und seine vorhandenen Parks an der Peripherie sind bereits stark übernutzt.
Zwar wird derzeit (bis ca. Okt./Nov. 2013) ein vom Bezirk in Auftrag gegebenes städtebauliches Gutachten erarbeitet, aber der Bürgerbeteiligungsprozess ist derzeit nur auf die Anwohner im Thälmannpark begrenzt. Bei einer so massiven Umgestaltung dieses riesigen und bedeutenden Areals inmitten ihres Stadtteils sollten alle BewohnerInnen des Prenzlauer Bergs eingebunden werden. Deshalb wollen wir mit dieser Kampagne die Debatte in die umliegenden Kieze tragen und die Bewohner einladen, gemeinsam an der Gestaltung des Areals am Thälmannpark mitzuwirken und es sich zu eigen zu machen. Wir fordern die Politik auf, dieses Ziel zu unterstützen und die Bürgerinteressen im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung ganz klar vor die Interessen von Investoren zu stellen. Die Chancen dafür sind ideal, denn die meisten Flächen und Gebäudekomplexe befinden sich ja noch in öffentlicher Hand und es besteht zurzeit noch keinerlei Baurecht für eine weitere Verdichtung.
So könnte also ein neues Zentrum für den Prenzlauer Berg geschaffen werden, dass den BewohnerInnen unseres dichtbesiedelten Stadtteils mehr Platz für Kultur- und Bildungsangebote, mehr Entfaltungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, bezahlbaren Wohnraum und mehr Grün für Alle bietet.

Wir fordern: lebenswichtige Freiräume in der Großstadt erhalten und nicht einfach alles zubauen!

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