Wutschrift AfD

„In Verteidigung der Solidarität

Ich hab lange mit mir gerungen diesen Text publik zu machen. Ich wollte nichts in den Fokus rücken, was dadurch unverdient nützliche Aufmerksamkeit bekommt. Doch die heutige Presse- und Kommentarlandschaft, zwingt mein Gewissen zum Handeln.

Leute, Mitbürger, Freunde,
die AfD ist die schreckenserregende Fratze des Egoismus, der Beutegier und der Hetze seit langer Zeit. Die sogenannte „Alternative für Deutschland“ ist tatsächlich was ihr Name verspricht – eine Alternative zu einem notwendigen Nachkriegskonsens. Deutschland, das nach seinen NS-Gräueln zu Recht mit der Teilung gestraft wurde und in Gnaden und in gutem Vertrauen eine Vereinigung gestattet bekam, soll nun offen nach dem Wunsch der AfD mehr als eine hegemonielle, nämlich eine dominierende Rolle einnehmen. Zweifelsohne hat es eine hegemonielle Rolle, die aber in gewissen Grenzen international und partnerschaftlich eingebettet ist.
Ging es nach der AfD würden auch die letzten Grenzen dieser Einbettung niedergerissen werden. Deutschland würde einseitig und ohne Rücksprache in Europa seine Interessen durchsetzen.
Doch die gesamte Friedensordnung in Europa ist darauf aufgebaut, dass es keine Deutschen Sonderwege geben darf. Die Politik der AfD ohne Einschränkung würde binnen weniger Jahrzehnte das kostbarste zerstören, dass dieser Kontinent kennt: Frieden in Europa.

Es gibt genügend Anlässe zu glauben, dass die AfD auch rassistisch, autoritär, unsozial ist – doch diese Schanden alleine wären so nicht durchsetzbar, sind nicht ihr primäres Anliegen und werden nicht die primären Werkzeuge eines AfD-Deutschchauvinismus sein. Nein, sie werden Sekundäreffekte, wohlwollend hingenommene Nebenerscheinungen sein. Das zentrale Anliegen ist die Entfesselung Deutschlands aus der internationalen Ordnung, aus der internationalen Solidarität und aus der Verantwortung aus der Geschichte.
Wer keine 70 Jahre nach den NS-Gräueln in Griechenland, auf Kosten einer Krise in Griechenland, Hass gegen Griechenland und seine Bewohner sowohl schürt als auch zu eigenem Zwecken abschöpft, beweist seine niedrige Gesinnung.

Wer AfD wählt, zeigt sein wahres Gesicht – das eines Plünderers, uneinsichtig in seine Schuld und im Verlangen sein Verhalten legitimiert zu wissen.

Wer nicht wählt, obwohl er es könnte. zeigt seine Indifferenz gegenüber einer barbarischen Bedrohung, seine schweigende Mittäterschaft.
Geht wählen und wählt die Solidarität zwischen den Menschen in den europäischen Ländern – in welchen Farben ihr die sieht, mag unterschiedlich sein. Doch sie werden nie die Farben der AfD sein können.

Mümmel, zwei Tage vor der Bundestagswahl 2013“ (aus Facebook)

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