Wahltag 22. September: Erste Analysen

Erste Analyse von Kahrs und Hoff: „DIE LINKE zieht im Bund wie in Hessen zum dritten Mal ins Parlament ein und wird zu einer etablierten Partei. Mit dem Aus für die FPD haben beide Wahlen das Parteiensystem kräftig durcheinander gewirbelt.

Frau Merkel kann Kanzlerin bleiben. Die FDP ist abgewählt. Die SPD scheitert mit ihrer Rotgrün-Strategie. Die Linke wurde zur drittstärksten Kraft. Mit der Alternative für Deutschland klopfte eine neue Protestpartei an die Tür des Bundestages. Die politischen Lager wurden vor neue politische Herausforderungen gestellt.

Die Linke konnte ihr Ergebnis von 2005 bestätigen und widerlegte alle Hoffnungen, sie könne sich als Protestbewegung nach zwei Legislaturperioden erledigt haben. Auch im Westen erreichte sie wieder über fünf Prozent, was ihre Rolle als bundespolitische Partei unterstreicht. Mit dem dritten Einzug in den Bundestag rückt sie in den Kreis der etablierten Parteien auf. Das wird sie vor neue Herausforderungen stellen.

Den Parteien im hessischen Landtag stehen nach der Landtagswahl schwierige Verhandlungen bevor. Weder die CDU noch SPD und Grüne können ihre Koalitionswünsche umsetzen. Während der Union ihr Koalitionspartner FDP gänzlich abhanden gekommen ist, erreichen SPD und Grüne gemeinsam keine Mehrheit.

Der hessischen Linken gelingt zum dritten Mal in Folge der Einzug in den Landtag. Mit erneut leichtem Zugewinn honorierten die Wählerinnen und Wähler in Hessen die solide Arbeit der Partei im Landtag. Die Landespartei ist ein konstanter politischer Faktor in der hessischen Landespolitik geworden – eigenständig und sozial profiliert.“ (aus RLS)

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