Hellersdorf ist überall-Demos gegen Rassismus und Faschismus

Der Blick in den Rest der BRD:

* In Hamburg demonstrierten über 15.000 Menschen in Solidarität mit den Lampedusa-Geflüchten, die vom Hamburger Senat in den letzten Wochen drangsaliert wurden. Nach einer irrwitzigen Massenkontrolle mit 800 Polizeibeamt_innen, die einzig nach der Hautfarbe kontrollieren sollten, um illegal in Hamburg lebende Geflüchte ausfindig zu machen, kam es zu tagtäglichen Solidarisierungen durch antirassistische Aktivist_innen. Der Höhepunkt ist die bundesweite Demonstration am heutigen Tag gewesen, nachdem der Hamburger Innensenator schon einknicken musste und die rassistischen Kontrollen einstellen ließ (gegen die sich sogar bei den Polizist_innen moralische Zweifel entstellten).

* In Schneeberg sind z.Z. 800 Antifaschist_innen auf der Straße, um sich dem fackeltragenden Volksmob aus knapp 1000 Bürger_innen und organisierten Nazis entgegenzustellen. Wie auch in Hellersdorf richtet sich der Zorn des Mobs gegen eine Asylbewerber_innen-Unterkunft, die vor wenigen Wochen eingerichtet wurde. Dies ist schon der zweite Fackelmarsch, der zu dieser Thematik in Schneeberg die widerlichen Gestalten auf die Straße bringt. Aktuell stehen die Antifaschist_innen in einer angemeldeten Demonstration zwischen der dortigen Unterkunft und der Nazidemo.

* In Aachen demonstrierten 120 Menschen in Solidarität zu den Geflüchteten in Hamburg. Dabei wurden sie immer wieder von ca. 20 Nazischlägern angegriffen, die Polizei ging nur halbherzig dazwischen. Insgesamt sollen sich knapp 60 gewaltbereite Nazis im Stadtgebiet aufhalten. Zudem provozierten die Nazis an der Demoroute mit einer Flagge der griechischen Nazipartei „Golden Dawn“, die ein stilisiertes Hakenkreuz beinhaltete. Auch das störte die Polizei nicht, sie ließ die Nazis gewähren. Nach den Übergriffen wurden viele Verletzungen festgestellt. Gegen 19:45 erschienen weitere Nazis vor dem lokalen Autonomen Zentrum.

* In Berlin demonstrierten heute im Rahmen des Bündnisses gegen Rassimus hunderte Leute in Erinnerung an den NSU-Terror und thematisierten das Ineinandergreifen von alltäglichem und institutionellem Rassismus und dem Terror der Extremen Rechten. Ebenfalls in Berlin-Moabit wurde in einer neuen Unterkunft für Asylbewerber_innen ein Willkommensfest gefeiert.

Wir sehen immer wieder: Hellersdorf ist nur eine Facette des antirassistischen Diskurses, der das zweite Halbjahr 2013 massiv bestimmt hat und auch weiter bestimmen wird.

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