Potemkin contra Junge Welt

Die Online-Zeitung Potemkin spürt seit Jahren den unlinken Charakter vieler Westlinker und die Staatsgläubigkeit vieler Ostlinker nach und kritisiert das heftig. Sie ist zum Seismograph des wirklichen linken und emanzipatorischen Gewissens geworden. Jetzt ist sie in den Fokus des Kampfblattes „Junge Welt“ geraten und weiß sich gut zu wehren. Ich gebe hier einen Einblick in innerparteiliche Fronten wieder, die sich so wunderschön am Nahost-Thema veranschaulichen lassen:

„Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Dieses Selbstverständnis muss ein Teil der deutschen Linken wohl in sich tragen, wenn er sich Tag ein und Tag aus dazu berufen fühlt im Konfliktherd des Nahen Ostens segensreich Partei zu ergreifen. Nun mag es dem Tätervolk von Holocaust und rassistischen Größenwahn gut zu Gesicht stehen, für die Staatsgründung Israels mehr als nur Verständnis zu haben. Weniger sinnvoll erscheint dagegen geschichtsvergessen die Sprachanwendung derer zu übernehmen, die sich (glücklicherweise) bisher erfolglos dafür einsetzen den Status quo ante zum Jahre 1948 herbei zu bomben.

Die Hamas fürchtet die “Judaisierung” Palästinas genau so, wie sie sich erzkonservative Kräfte der israelischen Gesellschaft vermeintlich herbeisehnen. Die Aufwertung dieses Begriffes zum Kampfbegriff mittelbar gegen den israelischen Staat und die Reduzierung der israelischen Gesellschaft auf ihre orthodoxen Teile, genau das hat Annette Groth, ihres Zeichens Mitglied der Bundestagsfraktion der Linken, betrieben. Für Potemkin-Autor Manuel Böhm Grund genug die antiimperialistische Dauersprachinstallation namens Groth auf das zu reduzieren was sie ist.“

„Offensichtlich scheint diese Position und deshalb das damit in Verbindung stehende Webmedium Potemkin nun auch einem ein Dorn im Auge zu sein, der sich zu den vielen selbsternannten Nahost-Experten in der Szene links von der Linken zählt. Der Mann heißt Werner Pirker und ist Redakteur der Zeitung “Junge Welt” (JW). Eben dieses in Kleinstauflage herausgebrachten Blattes, das als Referenzmedium der Kräfte um Sahra Wagenknecht in der Partei gilt.“ Weiterlesen

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