Schneeberg: Nazis greifen Journalisten an!

„Auf dem Marktplatz von Schneeberg inszeniert sich Stefan Hartung als Volkstribun. Der NPD-Funktionär aus Schlema instrumentalisiert seit Wochen einen Teil der Einwohner der sächsischen Bergstadt für das menschenverachtende Programm seiner Partei. Hartung mimt Bürgernähe. Mit viel Pathos gibt er vor, die Verfehlungen der etablierten Politiker zu geißeln. Hartung spielt den Demokraten – dabei vertritt er klar erkennbar das Programm der NPD. Unter anderem über die Facebook-Seite der Gruppe „Schneeberg wehrt sich“, die ebenfalls von NPD-Kadern betreut wird, steuert er die Aktivitäten seiner Anhänger. Dabei gibt er vor, auf Disziplin und Ordnung zu dringen. Doch ist das lediglich politische Propaganda. Die Ziele, die er mit der Gruppe verfolgt und die Methoden, die dabei zur Anwendung kommen, sind alles andere als friedlich und demokratisch. Da droht schon mal einer seiner Funktionäre unterschwellig, die Wohnungen von Journalisten zu stürmen.

So auch am heutigen Sonnabend. Zunächst predigt Hartung vor dem Rathaus in Schneeberg. Dann setzt sich sein Fackelzug in Bewegung und zieht durch ein Neubauviertel im Nordwesten der Stadt. Doch wo die linken Gegendemonstranten von einem Polizeigürtel umgeben sind, laufen neben Hartungs Zug Polizisten und Ordner lediglich in loser Ordnung.

Auf der Hartensteiner Straße ist es dann so weit. Teilnehmer aus Hartungs Zug verfolgen einen Berliner Journalisten, stellen ihn, schlagen ihm ins Gesicht, stoßen ihn gegen eine Hauswand und schleudern ihn schließlich auf die Motorhaube eines geparkten Fahrzeuges. Weder greifen die Polizisten ein, die den Zug begleiten, noch fühlt sich einer der Ordner der Demonstration zuständig. Die Kamera des Journalisten wird beschädigt, ein Objektiv zerstört, von der Motorhaube des Fahrzeuges läuft Blut, der Journalist blutet aus Wunden im Gesicht und muss vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gefahren werden.

Die Journalisten, die ihrer Arbeit und dem Auftrag der Presse, Bericht zu erstatten, nachgekommen sind, waren bereits während des ganzen Zuges von Hartungs Anhängern mehrfach bedroht worden. Als sich die Journalisten deswegen an die Polizei wandten, wurden sie mit der Frage „Warum laufen Sie auch hier mit?“ abgewiesen.“ Quelle

Deutsche Realitäten. Sie marschieren wieder. #schneeberg http://instagram.com/p/gzGAokOGqb/  pic.twitter.com/XQpQ1wVPYH

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