NSU-Prozess: „Monopoly mit Auschwitz-Feld“

Von Tom Sundermann, Das NSU-Prozess-Blog 

Es war geistiger Sprengstoff, der in Beate Zschäpes Garage lagerte: das Nazi-Brettspiel Pogromly. Eins der letzten verbliebenen Exemplare dient der Anklage als Beweis für die Ideologie des NSU.

Du hattest auf ein Judengrab gekackt. Leider hattest Du Dir hierbei eine Infektion zugezogen. Arztkosten: 1000 RM (SS-Karte)

Was Fahnder des Thüringer Landeskriminalamts am 26. Januar 1998 in einer Garage in Jena fanden, war so gefährlich, dass ein Sprengstoffkommando anrücken musste. Vier Rohrbomben, eine Zündvorrichtung aus einem Wecker, insgesamt 1,4 Kilogramm hochexplosives TNT-Gemisch. Die Ermittler hatten eine Bombenwerkstatt ausgehoben, untergebracht in der Garage von Beate Zschäpe. Dass sie auch geistigen Sprengstoff sichergestellt hatten, fiel ihnen erst später auf. Etwas versteckt, im Durchsuchungsprotokoll aufgelistet unter Nummer 18, findet sich das Asservat mit der Bezeichnung “ein Spiel mit dem Namen Pogromly”. Weiter hier… 

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Eine Antwort zu “NSU-Prozess: „Monopoly mit Auschwitz-Feld“

  1. Was muss man für ein völlig entmenschlichtes Wesen sein, wenn man aus dem grauenhaften Massenmord der Nazis ein Brettspiel macht oder sich so etwas beschafft und damit spielt.
    Ich finde diesen Zynismus noch viel unerträglicher, als die Waffen, die die Polizei bei Beate Zschäpe gefunden hat. Was geht nur in diesen Köpfen vor?

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