Der 8. Mai und das merkwürdige Bedürfnis feiern zu wollen

Schwerer Sand

Eine Überarbeitung eines älteren Textes anläßlich eines wiederkehrenden Problems:

Wie jedes Jahr wird der 8. Mai auch zunehmend in Deutschland feierlich begangen. Sicher einige Nazis und ein paar Deutschnationale fühlen sich immer noch provoziert, wenn man sie an die Niederlage im Jahr 1945 erinnert. Aber so wie die Nazis weitgehend alleine dastehen, wenn sie ihre Aufmärsche veranstalten und die Linke sich in die Volksfront des offiziellen bundesrepublikanischen Antifaschismus einreit, so ist der 8. Mai mittlerweile kein Datum der schändlichen Niederlage, sondern ebenso in die Mehrheitsgesellschaft als positiver Bezugspunkt deutscher Identität eingemeindet worden, wie der einst von Schröder propagierte Aufstand der Anständigen. An die tatsächlichen Verlierer von 12 Jahre Nationalsozialismus denkt man dabei lieber nicht.

Am 8. und 9. Mai 1945 kapitulierten die deutschen Truppen. Der deutsche Vernichtungskrieg war damit beendet. Die letzten Konzentrationslager konnten befreit werden, sofern sie nicht schon vorher von den in Richtung Deutschland marschierenden Truppen der Alliierten…

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