Hoyerswerda: Anschlag auf neues Asylsuchenden-Heim!

„Der Mann, der am frühen Karsamstag um kurz nach 3 Uhr nachts über den Zaun des Flüchtlingsheims stieg, trug eine rote Sturmhaube und einen Hammer in der Hand. Er schlug damit gegen das Fenster eines Zimmers, zehn-, elfmal. Tellergroße Splitter landeten auf den blau geblümten Kopfkissen der Bewohner. Sechs Männer leben in diesem Zimmer, die Kopfenden ihrer Betten stehen zur Fensterseite. Sie waren noch wach—deshalb blieben sie unverletzt. Während der Angreifer auf die Scheibe einschlug, lösten die Bewohner den Feueralarm aus, um die Menschen im Heim zu warnen. Dann warteten sie. Auf den Sicherheitsmann, der zunächst in den Keller hinunterstieg, um den Alarm auszuschalten. Auf die Polizei, die 20 Minuten brauchte, bis sie zwei Männer schickte. Denn zur gleichen Zeit waren die Streifenwagen von Hoyerswerda zu einer „Massenschlägerei“ gerufen worden. Ein paar Straßen weiter kümmerten sich die Polizisten um vier Personen und mussten erst um Verstärkung aus dem Nachbarort bitten, erklärt ein Sprecher der zuständigen Polizeidirektion Görlitz.
Die Flüchtlinge halfen sich also selbst: Sie versammelten sich vor der Tür ihrer Unterkunft. „Kinder, Frauen, alle“, erzählt ein junger Syrer. Als alle draußen standen, seien die Angreifer verschwunden, sagt er.“

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