Dehm auf Querfront-Montagsdemo, Elsässer freuts

Quelle: Publikative.org

„Je mehr Informationen verfügbar sind, umso irrer wird die Welt. Zumindest Teile davon, wie beispielsweise die deutsche Friedensbewegung 2.0. Heute soll der Bundestagsabgeordnete der Linken, Dehm, bei einer Montagsdemonstration in Berlin auftreten. Den Herausgeber des Querfront-Magazins Elsässer freut es. In der Linkspartei dürfte hingegen eine weitere Auseinandersetzung anstehen.“

Von Patrick Gensing

„Dieter Dehm – dieser Name ist zumeist nicht weit, wenn es um antiimperialistische Welterklärung, komische Kapitalismuskritik und Gassenhauer für das gute Gewissen geht. Der Musikproduzent und Politiker hat zahlreiche Songs getextet oder produziert, unter anderem für Klaus Lage, Heinz-Rudolf Kunze oder auch “Was woll’n wir trinken 7 Tage lang”, “Das weiche Wasser bricht den Stein” sowie “Aufsteh’n”, die durch die Folkrock-Band Bots bekannt wurden.

Dehm wähnt Teile der deutschen Medien in der Hand von US-Geheimdiensten, machte sich für die Band “Die Bandbreite” stark, bezeichnete die Deutsche Bank ganz im völkischen Duktus als “Krebsgeschwür”, wurde angeblich als inoffizieller Stasi-Mitarbeiter geführt und den Präsidentschaftskandidaten Joachim Gauck rückte er in die Nähe von Hitler sowie Stalin – und bezeichnete ihn als “Brunnenvergifter”. Mit Antisemitismus haben Geschwüre im Volkskörper, Begriffe wie Brunnenvergifter oder vollkommen maßlose Israel-Kritik natürlich nichts zu tun, wie Dehm definierte und klar stellte:

“Der Antisemitismus wurde das, was er wirklich ist: Eine massenmordende Bestie. Und deswegen dürfen wir nicht zulassen, dass man den Begriff des Antisemitismus für Alles und Jeden inflationiert. […] Antisemitismus ist Massenmord und muss dem Massenmord vorbehalten bleiben!”“ weiterlesen

…und hier der Beschluss des PV der Linken, deren Mitglied Dehm ist:

“ … DIE LINKE distanziert sich unmissverständlich von Aktivitäten von Rechtspopulisten, Nationalisten, Verschwörungstheoretikern und Antisemiten, die die Sorge vor Krieg und Eskalation zum Anlass nehmen, um auf „Montagsmahnwachen“ oder „Montagsdemonstrationen“ rechtspopulistische Welterklärungsmuster und „Querfront“-Strategien salonfähig zu machen. Waren viele Redebeiträge zwar ob ihrer kruden Rhetorik und Thematik verstörend, so sind wir doch nicht der Meinung, alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesen Demonstrationen aufgrund einzelner Stimmen verurteilen zu können. DIE LINKE wird mit diesen Kräften ganz grundsätzlich nicht zusammenarbeiten. Was als „überparteilich“ dargestellt wird, ist am Ende nicht selten die Propagierung von Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus und Homo-/Transfeindlichkeit. Das lehnen wir ohne Wenn und Aber ab. DIE LINKE wird alles unternehmen, um durch Aufklärung und Informationsarbeit auf den rechtspopulistischen Charakter dieser Veranstaltungen und der Rhetorik der Organisatoren der „Montagsdemonstrationen“ hinzuweisen. Anstatt der Verklärung und Verwischung der existierenden Widersprüche in unserer Gesellschaft den Boden zu bereiten, setzen wir auf einen klaren Trennungsstrich gegenüber den unter „Kapitalismuskritik“ firmierenden rechten und neurechten Ideologien. Diese sind letztlich nichts anderes als die Konstituierung von „Sündenböcken“ in der Rhetorik der Kapitalistenkritik, die auch im rechten und nationalistischen Diskurs eine lange Tradition hat.“

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2 Antworten zu “Dehm auf Querfront-Montagsdemo, Elsässer freuts

  1. So viel Verleumdung gegen Elsässer ohne wirkliche Fakten…

    Jetzt tütet man auch Dehm als verrückt ein. Ernsthaft wozu noch Klassenkampf wenn man sich ständig aktionistisch ins Bein schießt wenn Jemand vermeintlich böses Gedankengut befördern könnte.

  2. Was issn „Querfront“? War das die Nationale Front in der DDR? Aber die ist doch längst vorbei.

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