Die kurze Emanzipation der DDR: Realitätsfernes Hirngespinst von Sonderlingen

Erinnern wir uns noch?

Über das linke Erbe der Wende und die Aktualität der Forderungen der Bürgerbewegungen des Herbstes 1989

Der 28. November 1989 war jener Tag, der das Ende eines kurzen Traums markierte, in dem er ihn noch einmal laut hinausrief.

Es war ein Dienstagnachmittag im Internationalen Pressezentrum in Berlin, vorgestellt wurde der Aufruf »Für unser Land«. Gemeint war die DDR. Eine andere als sie es bis vor einigen Wochen gewesen war; eine, in der noch einmal der Versuch unternommen werden sollte, den Traum wahr zu machen. Christa Wolff hatte die Endfassung des Appells verantwortet, Stefan Heym trug ihn vor: »Noch haben wir die Chance, in gleichberechtigter Nachbarschaft zu allen Staaten Europas eine sozialistische Alternative zur Bundesrepublik zu entwickeln. Noch können wir uns besinnen auf die antifaschistischen und humanistischen Ideale, von denen wir einst ausgegangen sind.«

Noch.

Noch? Ulrike Poppe und Sebastian Pflugbeil gehörten zu den Erstunterzeichnern, Dieter Klein und Friedrich Schorlemmer auch. Bernd Gehrke, Volker Braun, Tamara Danz, viele andere – es sollten in den nächsten Wochen über eine Million werden. Die meisten einte in diesem Augenblick seiner Vergänglichkeit der Traum, den kurzen Frühling der politischen Selbstermächtigung in jenem Herbst der Wende wirklich zu nutzen.

Das Aufbegehren 1989 begann weit links von dem, was heute in der herrschenden Erinnerung davon übrig gelassen wird. Im Prinzip ging es um Ziele, die wir heute unumwunden als linke, als progressive Forderungen bezeichnen würden – aber nur selten wird dies ausgesprochen.

Den ganzen Beitrag kannst Du hier lesen.

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