Montagsfront: Dehms Gedicht gegen Lederer-Kunst voller Peinlichkeit

Als Linken-Mitglied ist es mir peinlich, diese Mitgliedschaft mit dem Künstler, Politiker und Menschen Diether Dehm zu teilen. Es ist sicher nicht schlimm, sich gegen Parteivorstandsbeschlüsse zu verstoßen, als ein enfante terrible zu gelten und des Öfteren seine Meinung zu äußern.

Schlimmer wird es, wenn es permanent und auf vielen Kanälen erfolgt, wenn man getrieben von einer Sendungssucht auch Veranstaltungen aufsucht, die die Heimstatt von Verschwörungsfanatikern und Antisemiten, der Laufsteg von „Friedens“Idioten und Rechtspopulisten ist.

Und wenn er, so ganz nach Sarrazin-Manier, immer wieder seine Meinungsfreiheit einfordert und auf bornierte Art und Weise sein Aufbegehren gegen die Parteispitze als künstlerische Freiheit verkauft, könnte man ahnen, wie Diether tickt.  

Vielleicht hat er noch gar nicht gemerkt, in wie weit er jeden aufgeklärten und halbwegs intelligenten Menschen damit beleidigt und belästigt. Die Entsorgungsmaschine für geistigen Dünnschiss hätte, wenn es sie geben würde, bei ihm aus meiner Sicht Hochbetrieb, wahrscheinlich würde sie heiß laufen und es irgendwann nicht mehr schaffen. 

Als Künstler unterirdisch, als Politiker ein Versager und als Mensch erbärmlich, so könnte man ihn sehen.

Damit man sich selbst ein Bild machen kann, hier ein Gedicht und nochmal das gleiche Gedicht, nur verbessert, dass  DD gegen sein Widersacher im KL-Haus geschrieben hat:

Chagrin-Lederer

Seine Aufseher schob das Machtgeflecht / als Chagrin-Lederer in unsre Partei / da machen sie gute Leute schlecht / und sind sehr kreativ dabei

Niemand wagt mehr: „es lebe die Marktwirtschaft!“ / aber: „Der Sozialismus ist Mist!“ / kein Lob, wenn die NATO Menschen hinrafft / wer`s kritisiert, aber, ist „ein Sexist“

„Herr Lehrer, Herr Lehrer, der da vorn / hat die Strenge grad übertreten!“ / es bebt sich so wohlig im heiligen Zorn / der mächtigen Magneten

Die veränderte Fassung:

Chagrin-Leder*

Seine Aufseher schiebt das Machtgeflecht / mit Chagrin-Leder in unsre Reihen / da machen sie gute Leute schlecht / für Macht heut´ muss man spitzfindig sein

Wo`s niemand mehr wagt „für die Marktwirtschaft“ / weist DER Schlaukopf nach: das And`re ist Mist  / nein, er lobt nicht, wenn NATO Menschen hinrafft, / aber wer`s kritisiert, ist „ein Sexist“

„Herr Lehrer, Herr Lehrer, der da vorn / hat die Strenge grad übertreten!“ / ach, es bebt sich so wohlig im heiligen Zorn / der mächtigen Magneten   dd

* „Das Chagrin-Leder“ ist ein Roman von Balzac, wo jeder Karriereschritt ein Schrumpfen von Lebensaussichten bewirkt.

 

(Quelle)

Update zur Montagsdemo-Querfront

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