Margot Käßmann wendet sich gegen Gauck: „Der Bundespräsident redet vom Krieg als letztes Mittel, ich rede über den Weg zum Frieden! Es steht Deutschland gut an zu sagen: Wir exportieren Frieden und nicht Rüstung.“ „Ich fände es gut, wenn die Bundesrepublik auf eine Armee verzichten könnte wie etwa Costa Rica!Ich fände es gut, wenn wir als Konsequenz aus den Schrecken des 20. Jahrhunderts sagen: Wir beteiligen uns nicht an Kriegseinsätzen.“ Gleichzeitig kritisierte sie die Rüstungsexportpolitik Deutschlands scharf und plädierte dafür, ganz auf Waffenlieferungen zu verzichten – auch an Nato-Staaten oder befreundete Länder wie Israel. „Meine ganz persönliche Meinung ist, dass ein Land mit der Vergangenheit wie Deutschland sich nicht dadurch hervortun muss, ’schöne‘ und technisch ausgefeilte Waffen in die ganze Welt zu liefern!“ Immanuel Kant hat in seiner richtungsweisenden Schrift: Zum ewigen Frieden u.a. die Abschaffung der Stehenden Heere vorgeschlagen; Stehende Heere verleiteten Regierungen, gewaltsame statt friedliche Lösungen zu suchen! Nach den Millionen Toten beider Weltkriege hat man sich auf ihn besonnen und mit Völkerbund und UNO einen Weg zum Ende der Kriege gesucht! Das ist bisher nicht gelungen: Das nationale Denken, das auch militärische Mittel rechtfertigt gegen andere Nationen, hat sich wieder durchgesetzt! Wachen wir noch auf, bevor es zur nächsten – und dann für die Menschheit vielleicht finanalen Katastrophe kommt!

eineweltdiplomaten

Käßmann für Abschaffung der Bundeswehr

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Die ehemalige Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, hat sich für eine Abschaffung der Bundeswehr ausgesprochen. „Ich fände es gut, wenn die Bundesrepublik auf eine Armee verzichten könnte wie etwa Costa Rica“, sagte Käßmann im Gespräch mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Käßmann sagte, ihr sei zwar klar, dass ihre Position im Moment noch eine Utopie sei, auch wegen der Einbindung Deutschlands in der Nato. Sie registriere allerdings mit Genugtuung, dass die Deutschen bewaffneten Einsätzen enorm skeptisch gegenüberstünden und fügte hinzu: „Ich fände es gut, wenn wir als Konsequenz aus den Schrecken des 20. Jahrhunderts sagen: Wir beteiligen uns nicht an Kriegseinsätzen.“ Käßmann ging auch auf Distanz zu Bundespräsident Joachim Gauck, der sich für ein stärkeres internationales Engagement Deutschlands ausgesprochen hatte. „Der Bundespräsident redet vom Krieg als letztes Mittel, ich rede über den Weg zum Frieden“, sagte Käßmann. „Wir Protestanten können wunderbar streiten über…

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