#Gürtelstraße: Ärztinnen und Ärzte der IPPNW in großer Sorge

Offener Brief an Senator Henkel:

Herrn
Senator Frank Henkel
Senatsverwaltung für Inneres
Klosterstraße 47
10179 Berlin
Fax 030 90223 2715

4. September 2014

Sehr geehrter Herr Senator Henkel,

die Ärztinnen und Ärzte der IPPNW sind in großer Sorge um die Gesundheit und das Leben der auf dem Dach des Hauses in der Friedrichshainer Gürtelstraße 39 ausharrenden Flüchtlinge. Sie sind seit dem 26. August 2014 ohne Nahrung und genügend zu trinken; Sie haben keine Kleidung zum Wechseln, keine sanitären Möglichkeiten und keine ausreichende ärztliche Versorgung. Gravierende gesundheitliche Schädigungen bei den Flüchtlingen werden seitens Ihrer Behörde augenscheinlich billigend in Kauf genommen. Die verbliebenen Personen können jeder Zeit vom Dach stürzen, insbesondere da sie ohne Nahrung und mit einer nur
unzureichenden Flüssigkeitsaufnahme leben. Der Vorstand der IPPNW fordert Sie auf, diesen menschenunwürdigen und
lebensbedrohlichen Zustand unverzüglich zu beenden. Dazu zählt der selbstverständliche Zugang zu Essen, Trinken, Medikamenten und
medizinischer Versorgung. Darüber hinaus gehen wir selbstverständlich davon aus, dass die mit den Flüchtlingen ausgehandelte Vereinbarung seitens des Senats eingehalten wird.
Sollte es zu irreparablen gesundheitlichen Schäden oder gar Todesfällen kommen, so tragen Sie dafür Verantwortung.
In großer Sorge der Vorstand der IPPNW

Frank Uhe, Geschäftsführung

http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Soziale_Verantwortung/Henkel_140904.pdf

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