Bibelstunde für AfDler

„In der Landtagsdebatte zu den Themen Asylpolitik und Willkommenskultur verglich die Fraktion „Die Linke“ das Schicksal von Josef und Maria, den Eltern von Jesus, mit dem der Asylbewerber, die derzeit nach Deutschland oder andere Länder Europas strömen. Es sollte dargestellt werden, dass auch sie Asylanten waren, die auf Hilfe und Asyl zählen konnten.

Die kirchenpolitische Sprecherin der ‪#‎AfD‬ Fraktion, Dr. Kirsten Muster, belehrte die Fraktion der Linken daraufhin in ihrem Redebeitrag so: „Nach dem Lukasevangelium beginnt die Geburtsgeschichte Jesu damit, dass Kaiser Augustus eine erste Volkszählung durchführen ließ. Dr. Kirsten Muster: „Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, in seine Stadt.“ Allein aus diesem Grund begab sich Josef mit seiner hochschwangeren Verlobten Maria zurück nach Bethlehem. Als sie dort ankamen, brachte Maria ihren erstgeborenen Sohn, Jesus, zur Welt. Dr. Muster: „Jesus war kein Flüchtlingskind!“

„So, jetzt gibt es mal eine kleine Bibelstunde für die AfD:

In der Landtagsdebatte zur Asylpolitik verglich Annekatrin Klepsch, Mdl die Geschichte von Maria, Joseph und Jesus mit dem Schicksal von Asylsuchenden, die derzeit nach Deutschland kommen. Daraufhin erklärte die „kirchenpolitische“ Sprecherin der AfD Kirsten Muster im Plenum und via Pressemitteilung: „Jesus war kein Flüchtlingskind!“

Kleine Nachhilfe aus Matthäus 2,13-15: „Als sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Josef im Traum und sprach: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und flieh nach Ägypten und bleib dort, bis ich dir’s sage; denn Herodes hat vor, das Kindlein zu suchen, um es umzubringen. Da stand er auf und nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich bei Nacht und entwich nach Ägypten und blieb dort bis nach dem Tod des Herodes, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Hosea 11,1): ‚Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.'“

Maria, Joseph und Jesus mussten fliehen, weil in Bethlehem ihr Leben bedroht war. Sie fanden Hilfe und Aufnahme in einem fremden Land. Wie so viele Menschen derzeit auf der Welt. Sagt mal, ist es Euch nicht wenigstens ein bisschen peinlich, ausgerechnet von UNS Nachhilfe in Sachen Bibel bekommen zu müssen? (td)“

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