Warum noch erinnern?

Warum noch erinnern? Wir sehen, wie sich jeder Zweite der von uns befragten Bundesbürger darüber ärgert, dass „den Deutschen auch heute noch die Verbrechen an den Juden vorgehalten werden“. Eben so viele meinten noch im September letzten Jahres, sie wären „es leid, immer wieder von den deutschen Verbrechen an den Juden zu hören“. Hier drückt sich ein sekundärer Antisemitismus aus, der die Repression des Antisemitismus, die Entdeckung der Antipathie umgeht und von einer Schande befreit sein möchte. Wie aber soll diese Befreiung möglich sein, wenn die Erinnerung erst gar nicht zugelassen wird? Eine Betrachtung von Andreas Zick, Professor für Sozialisation und Konfliktforschung und Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld, anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. 

Der Beitrag aus „Netz gegen Nazis“

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