Endlich: Gegen Antisemitismus jetzt auch mit der Linksjugend solid

„Gestern hat sich die Linksjugend [’solid] nach einer anstrengenden Debatte auf ihrem Bundeskongress klar gegen Antisemitismus positioniert. Folgende Positionen sieht die Linksjugend [’solid] als antisemitisch und damit nicht akzeptierbar an: – den Vergleich von Israel mit dem Nationalsozialismus, – die Unterstellung, Israel begehe einen Genozid an den Palästinenser_innen, – die Infragestellung des Existenzrechts Israels, – die Solidarisierung mit Hisbollah und Hamas, – den Ausruf „Kindermörder Israel“, der eine Anknüpfung an die antisemitische „Ritualmordlegende“ darstellt, – die Dämonisierung Israels als „Apartheidsstaat“, – Darstellungen, nach denen Israel, die Zionist_innen oder die USA die Medien kontrollieren, – Aussagen über eine allmächtige „jüdische Lobby“ oder „zionistische Lobby“, – Verschwörungstheorien über Gruppen, die angeblich im Hintergrund die Fäden ziehen (FED, Rothschilds)
Den gesamten Beschluss findet ihr hier: http://t.co/4eUAyZ6V6K‪#‎buko15‬

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5 Antworten zu “Endlich: Gegen Antisemitismus jetzt auch mit der Linksjugend solid

  1. Da fehlt ein „(außer NRW)“ in der Überschrift …

  2. Hervorragend. Nun befreit sich auch die Parteijugend vom lästigen antiimperialistischen Ballast. Der bringt ja auch keine Wählerstimmen, im Gegenteil. Die Vorbereitung auf die ersehnte „Regierungsfähigkeit“ gebietet es, aktiv ein positives Verhältnis zur „deutschen Staatsräson“ (Merkel) zu bewerkstelligen, und klarzustellen, dass solid jederzeit bereit ist, die fdGo wo auch immer zu vertreten. Fesch! Das ist nun mustergültig gelungen, und zwar, was das allerbeste ist, unter verbaler Beibehaltung scheinbar linker Positionen, die sich allerdings im vorliegenden Fall von denen etwa der Bundesregierung in nichts unterscheiden. Gelernt ist gelernt. Das fds und die Emali sind sicher angenehm überrascht.
    Na dann: alles Gute für die Zukunft und tschüs!

  3. Ja klar hast Du das falsch verstanden. Obwohl das eigentlich leicht zu verstehen und auch gut bekannt ist.
    Unter dem Stichwort einer Bekämpfung von Antisemitismus werden seit Jahren von sogenannten „Antideutschen“ antiimperialistische Positionen bekämpft. Das dient weder dem Kampf gegen den real existierenden deutschen Antisemitismus, noch dient es der Schärfung linker Positionen. Genau darum wird dieser Prozess von interessierter Seite unter scheinbar linken Parolen zB. vom BAK Shalom in Zusammenarbeit mit dem reformistischen Flügel in der Partei DIE LINKE oder auch in Zusammenarbeit mit reformistischen Kräften außerhalb dieser Partei vorangetrieben. Ziel ist das Schleifen linker Positionen in der LINKEN.
    Vgl. dazu an einem Fallbeispiel:
    https://wurfbude.wordpress.com/2012/12/21/so-emanzipatorosch-wie-ein-cremiger-joghurt-zur-debatte-um-die-ll-demonstration-2013/, sowie Susann Witt-Stahls Buch „Antifa heißt Luftangriff. Zur Regression einer revolutionären Bewegung, Berlin 2014.

    • Dann benenne doch einfach mal eine antiimperialistische Position, die durch diesen Beschluss geschleift wird. Ich bin gespannt!

      „befreit sich auch die Parteijugend vom lästigen antiimperialistischen Ballast. Der bringt ja auch keine Wählerstimmen, im Gegenteil.“ – Wenn ich mich bei den Mahnwachen, Pegida, Endgame usw. sowie im Fußvolk der AfD umhöre, habe ich eher den Eindruck, dass der Antiimperialismus der Doofen, nämlich der Hass auf USA und Israel, sogar sehr populär ist und eine ganze Menge Wählerstimmen bringen kann. Und jeder Blick in die Leserforen der großen deutschen Online-Medien bestätigt diesen Eindruck. Es gibt einflussreiche Leute in der Linken, die mit diesem Gedanken liebäugeln und solche Leute umwerben (statt sich um deren Aufklärung zu bemühen, was wesentlich anstrengender wäre). Die „scheinbar linken Parolen“ höre ich deshalb eher bei denen.

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