Keine neuen Helden

verbrecherei

Von Philip Meinhold


Die Reste der Trümmertruppe „Bärgida“ ziehen allmontaglich durch die Hauptstadt. Ein Bericht aus dem Berliner Bodensatz.

Von der breiten Öffentlichkeit nahezu unbemerkt, finden auch in Berlin nach wie vor wöchentliche Demonstrationen des lokalen Pegida-Ablegers mit dem sinnfreien Akronym „Bärgida“ statt – wobei die fehlende öffentliche Wahrnehmung den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht unbedingt zum Schaden gereichen dürfte.
Denn was sich dort allmontäglich auf dem Moabiter Vorplatz des Berliner Hauptbahnhofs versammelt, ist eine Trümmertruppe sondergleichen: eine handvoll alkoholgeschädigter Hooligans, ein paar ihrer Schrankwandwelt entkommene biedere alte Paare, dazu die übliche Melange aus Reichsbürgern, Verschwörungsgläubigen und sonstigen Irren, wie man sie auch auf den friedensbewegten Montagsmahnwachen findet. Kurz: Es ist das letzte Aufgebot des Patriotismus, das sich hier Montag für Montag ein Stelldichein gibt.
Besonders eindrucksvoll war dies zu erleben, als man kürzlich beschloss, anstelle einer Demonstration eine Kundgebung mit offenem Mikrofon abzuhalten, sodass all der Irrsinn, der sich sonst…

Ursprünglichen Post anzeigen 367 weitere Wörter

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s