Vorsicht Volk!

Kulturelle Interventionen

dieses land kennt nur schwarzweiss

Wer ist wir? Ich nicht!“ – Lesungen, Diskussionen, Konzerte, Filme

Sonnabend, 26. September 2015, Zukunft/Ostkreuz

„Die Einheit eines Volkes besteht hauptsächlich darin, dass es unter  Umständen wie ein einziger Verfolgungswahnsinniger handeln kann … Diese Art von Verwurzelung, die so gefährlich werden kann, ist oft in dem Augenblick geheilt, in dem man sie rasch und hart zerstört; und man sollte sich hernach sagen, dass gerade die erzwungenen Wanderungen ganzer Völker, die man so bedauert oder verabscheut, unter günstigen Umständen auch zu einer Heilung von ihrer Heimat-Paranoia führen können.“ (Elias Canetti)

Am 03. Oktober 2015 feiern Politik und Medien „25 Jahre Deutsche Einheit“. Im Zuge dessen wird sich der Bundespräsident wieder als DDR-Bürgerrechtler inszenieren, der er faktisch nie war, Dokumentationen werden das „Unrechtsregime DDR“ beleuchten, man wird die Helden der „friedlichen Revolution“ und „Einheitskanzler“ Helmut Kohl hochleben lassen, und über alle Kanäle werden Erfolgsgeschichten eines neuen „Lebens in Freiheit“ nach…

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2 Antworten zu “Vorsicht Volk!

  1. Schade liebe Leute,

    daß Ihr immer den plebejischen mit dem ethnischen Volksbegriff identifizieren müßt.

    Warum nur? Das ist eine alte rechte Masche, an denen sich Linke nicht beteiligen sollten.

    Aus den Völkern, den Volk im linken Sinn, also einem Sammelbegriff für das Proletariat und die Lohanbhängigen, eine ethnisch gedachte homogene und klassenüberwölbende „Volksgemeinschaft“ zu fabrizieren – warum tut Ihr das?

    „Reden erst die Völker selber, werden sie bald einig sein!“ – das geht nur grenzübergriefend, von Unten und gegen Oben.

    Wenn Ihr allerdings von Marx, Brecht und Eissler nichts mehr wissen wollt – ok. Aber dann hört auch auf, Euch als Linke zu bezeichnen.

  2. DDR - Nein Danke!

    Im Gegensatz zu den Pegida-Leuten lag die Betonung beim „Wir sind das Volk!“ der DDR-Aufständischen deutlich auf dem WIR (und nicht ihr SED-Heinis). Ganz im Sinne einer basisdemokratischen Bewegung. Man wollte sich nicht weiter von denen bevormunden, geschweige denn repräsentieren lassen.

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