Mit linken Antisemiten gegen Rassismus?

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Gestern Abend haben Zugezogen Maskulin im Bi Nuu in Berlin gespielt. Audio88 und Yassin waren als Special Guest geladen – auf den ersten Blick ein „fettes

Line-Up“, wie es schon im Veranstaltungstext heißt [1], doch die Support-Acts hatten es in sich.

Unter dem für sich schon barbarischen Motto „Wir machen Şiş Kebab aus dem Rassistenpack!“, welches man noch mit Humor nehmen könnte, führte Markus Staiger

durch den Abend und durfte Acts wie Disarstar, PTK und, kurzfristig eingesprungen, MC Intifada anmoderieren. Der Hamburger Rapper Disarstar, der Israels

amtierendem Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Tod wünscht [2] glänzte auf der Bühne mit Ansagen wie „Alle Antideutschen sind Hurensöhne“. MaKss Damage lässt Grüßen![3] Über den Schwulenhasser PTK wurde an anderer Stelle bereits alles gesagt [4] und über eine Person, deren Künstlername MC Intifada ist, muss eigentlich nicht mehr viel gesagt werden, oder? Nur so viel: Laut einem Indymedia-Artikel von Libertären Feminist*innen steht er „personell der AKAB – Antikapitalistischen Aktion Bonn sehr nahe, welche wiederholt durch antisemitische Demonstrationen und Texte sowie innerlinke Gewalt auffällig wurde“ [5].

Wenn derzeit gehypte Künstler, von denen man eigentlich mehr erwarten sollte [6], antisemitische Rapper, die sonst wohl (zurecht) nur innerhalb des linken antiimperialistischen Szene-Sumpfs bekannt sein dürften, durch einen gemeinsamen Auftritt pushen, indem sie ihnen ein breiteres Publikum verschaffen, fördern sie die Verbreitung von deren reaktionärem Gedankengut. Zugezogen Maskulin kritisieren in Ihren Texten zurecht, dass „Berlin den Berlinern“ eben nur das kleine „Deutschland den Deutschen“ ist. Doch warum treten sie dann mit PTK auf, der genau diese „Berlin den Berlinern“-Blut-und-Boden-Ideologie vertritt? Dieser Opportunismus schreit zum Himmel!
So wichtig das Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit ist und bleibt, so wichtig bleibt die Bekämpfung des Antisemitismus, sei es in der Form offener Israel-Feindschaft oder in Form von falscher Kapialismuskritik wie Bonzenhass und Zinskritik.[7]

Mit Antisemiten gilt es weder zu tanzen noch zu kämpfen!

Klickt auf „Gefällt-mir“ und teilt den Beitrag, schreibt die Künstler an, bildet euch und bildet Banden gegen die Barbarei!

#hasm

[1] https://www.facebook.com/events/824571604321065/
[2] https://www.facebook.com/DisarstarSouldiers/posts/1006101209408988
[3] https://www.youtube.com/watch?v=ybaXHbidj64
[4] https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1139756742753199&id=504474842948062&fref=nf
[5] http://de.indymedia.org/node/6193
[6] man höre: „Eure Führer“ von Zugezogen Maskulin & Koljah https://www.youtube.com/watch?v=NJc_Ev-ACeM
[7] Antisemitismus ist keine Spielart des Rassismus sondern ein anti-modernes Welterklärungsmodell. „

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