Höcke, der Strippenzieher der AfD

Von „pegida-gefällt mir nicht“

„Schrieb Björn Höcke unter einem Pseudonym für ein Neonazi-Blatt?
„Endlich mal ein ausführlicher Artikel über Höckes Treiben, der auch einen gewissen Landolf Ladig erwähnt. Und der erkennen lässt, dass Höcke genau weiß, was er vorhat und der die Meuthens in der AfD, die mit ihm aus machtpolitischen Erwägungen paktieren, für seine Zwecke einzuspannen weiß, bis er sie nicht mehr braucht.“ [Gegen die Alternative für Deutschland]
Dass Höcke in der AfD einmal so reüssieren würde, stand vor einem Jahr noch auf der Kippe. Probleme bekam Höcke im Frühjahr 2015, als ein Soziologe etwas ausgrub, was Höcke wohl lieber für sich behalten hätte. Andreas Kemper aus Münster machte damals nach einem Stil- und Begriffsabgleich seine Vermutung öffentlich, dass Höcke der Autor ist, der bis 2013 unter dem Pseudonym Landolf Ladig für ein völkisches Magazin namens „Volk in Bewegung“ schrieb, ein Blatt, das von einem vorbestraften Neonazi herausgegeben wird. Dieser Mann namens Thorsten Heise wohnt in einem Nachbardorf Höckes, wo das dünn besiedelte thüringische Eichsfeld an Hessen grenzt. Recherchen unter anderem der „Thüringer Allgemeinen“ haben ergeben, dass die beiden auch privat miteinander bekannt sind.
Die Ladig-Texte beschäftigen sich mit Kapitalismus, Globalisierung, den Deutschen und ihrer Geschichte. In einem Beitrag von 2011 erklärt Ladig, dass „nicht die Aggressivität der Deutschen ursächlich für zwei Weltkriege war, sondern letztlich ihr Fleiß, ihre Formenliebe und ihr Ideenreichtum“. Soziologe Kemper hat versucht nachzuweisen, dass Ladig und Höcke dieselben extrem seltenen Begriffe benutzen und dieselben Übersetzungsfehler gemacht haben. Zudem habe Ladig einen Leserbrief Höckes eins zu eins übernommen. Für Kemper ist damit wahrscheinlicher als alles andere, dass es sich um dieselbe Person handelt und nicht um einen seltenen Fall von Seelenverwandtschaft.
Bewiesen ist nichts, doch immerhin brachte die Entdeckung Kempers Höcke parteiintern vorübergehend in Bedrängnis. Er wurde von der damaligen Parteiführung von Bernd Lucke aufgefordert, eidesstattlich zu versichern, dass er nicht Ladig sei, und Kemper anzuzeigen. Höcke kam dieser doppelten Aufforderung nie nach, der Putsch gegen Lucke im Juli 2015 erledigte das Problem endgültig. Höcke blieb aber auch sonst untätig in der Angelegenheit: Er zeigte den Soziologen genausowenig an wie diejenigen, die auf die Geschichte Bezug nahmen oder weiterrecherchierten.
In der Öffentlichkeit gibt Höcke sich vor seinen Wählern kämpferisch. Parteiintern agiert er im Hintergrund. Lucke, der Höcke im Mai 2015 aufgefordert hatte, aus der AfD auszutreten, ist   vier Monate später weg vom Fenster. Höcke ist geblieben. Mit Unterstützung von Petry und Gauland. Petry, der die Macht zu Kopf gestiegen ist, die Höcke für sich beansprucht, steht jetzt in der massiven Kritik wegen ihrer Alleingänge. Wenn zwei sich streiten (Petry und Meuthen), freut sich der Dritte (Höcke). “
http://www.n-tv.de/politik/Wie-Hoecke-die-AfD-zu-seiner-Partei-macht-article18141736.html
#AfD #noAfD #Höcke #andreaskemper #landolfladig

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