Von Afghanistan bis Würzburg

​Anlässlich des islamistischen Anschlags nahe Würzburg dokumentieren wir den Aufruf von Solidarität mit den Bewohnern des Asylbewerberheims Würzburg zur Kundgebung „Solidarität gegen den Terror – Von Afghanistan bis Würzburg“.

Wir wollen heute Abend Solidarität mit den Opfern der Attacke bekunden. Am Montagabend stach und schlug der minderährige Flüchtling Riad A. auf Passagiere des Würzburger Regionalzugs 58130 ein. Die Opfer schweben derzeit in Lebensgefahr. In einem Video bekennt sich der Attentäter:
„Ich bin ein Soldat des Kalifats. Ich werde eine Märtyrer-Attacke in Deutschland ausführen. Die Zeit ist gekommen (…) und die Soldaten des Kalifats kommen zu euch. Sie werden euch in euren Heimatländern abschlachten. Sie werden in euren Häusern sein, in euren Ländern.“
Der junge Täter mag nicht vom IS befehligt worden sein, das ist jedoch auch gar nicht nötig. Dass jeder zum Soldaten des Kalifats werden kann, der in seinem Namen mordet und totschlägt, ist erklärtes Selbstverständnis des IS. Inspiration zum islamistischem Massaker gibt es genug, der palästinensische Terror gegen Israel bedient sich derartiger Attacken bereits seit Jahren. 
Der islamische Terror ist eine Angelegenheit, die uns nicht erst seit heute betrifft. Es ist ein Krieg gegen das freie Leben, die Liebe, die Lust. Dieser Krieg wird schon lange nicht mehr nur in der arabischen Welt geführt – gegen mutige Atheisten, Säkulare, Liberale, Frauen, Schwule – sondern er betrifft auch ganz konkret uns in Europa.
Wir fordern daher Solidarität mit all jenen, die seit Jahren gegen diese Barbarei ankämpfen und explizit auch mit jenen, die vor der Gewalt nach Europa fliehen.
Die Antwort auf den Terror darf nicht der Verrat an den Betroffenen durch ein noch rigoroseres Abschieberegime sein, sondern die konsequente Verteidigung der Freiheit des Individuums und der Rechte eines jeden Menschen. Von Afghanistan bis Würzburg! 
Gleichzeitig fordern wir verstärkte Maßnahmen und Programme, um den Islamismus in den Heimen und den Vierteln zu bekämpfen. Hierzu gehört die Schaffung von großangelegten Präventionsprogrammen, Revision des von fragwürdigen Institutionen geleiteten Islamunterrichts, Verhinderung der Ausreise europäischer Islamisten zu den Schlachtfeldern in Syrien, Stärkung von säkularen Vereinen sowie Unterstützung und Schutz für die Betroffenen nicht nur des Terrors, sondern auch des reaktionären Alltagislams.

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