SPD vs. Linke: Wem gehört Omi Anni?

Von Servan Deniz

Wen Oma Anni wählt? 
Das ist mir eigentlich relativ egal! Natürlich würde ich mich freuen, wenn auch die Symbolfigur des Widerstandes gegen Mietverdrängung DIE LINKE unterstützt. Aber diese Frage stellt sich nicht. Viel wichtiger ist doch ihr Problem und wie sich meine Partei dazu positioniert. Von Anfang an hat sich die Reinickendorfer LINKE als zuverlässiger Partner an die Seite der MieterInnen und Mieter gestellt. Wir haben gemeinsam gelacht, gelitten und gekämpft. Dabei ging es nie um die Frage, wer nun wem seine Stimme gibt. Den Kampf der Steinberg-Siedlung haben wir im Übrigen gemeinsam mit anderen wichtigen Partnern geführt. Unbedingt zu nennen ist an dieser Stelle Karin Hiller Ewers (SPD), die laut Oma Anni inzwischen schon zum Inventar der Siedlung gehört. Insofern stand bisher immer der gemeinsame Gedanke im Vordergrund, den berechtigten Kampf der Mietrebellen tatkräftig zu unterstützen. 
Die aktuelle Kampagne der SPD finde ich sehr kleinkariert. Man setzt sich nicht für Menschen ein, nur weil sie die eigene Partei wählen. Das wäre Klientelpolitik. Die Aufgabe von linken Volksparteien ist es doch, die Probleme von sozial Schwachen, Entrechteten und ökonomisch bedrängten Menschen anzugehen. Da darf es keine Unterscheidung in „guter“ sozial Schwacher und „schlechter“ sozial Schwacher je nach Wahlpräferenz geben. 
Wäre Oma Anni für die SPD weniger unterstützenswert, wenn sie DIE LINKE oder eine andere Partei wählen würde? 
Der Existenzkampf von Oma Anni ist berechtigt und das ist alles was zählt! Insofern freuen wir uns darüber, den Finger mit dem Plakat in die Wunde gelegt zu haben. Wenn sich die SPD dieser Kampagne anschließt, dann hat das Plakat seinen Sinn und Zweck erfüllt!

Eine Antwort zu “SPD vs. Linke: Wem gehört Omi Anni?

  1. So ein Unfug – Nicht genug recherchiert, und dann schlau tun.

    Seit ich 98 erlebt habe, wie Lederer im Prenzlauer Berg (BVV) gegen Sozialabbau protestierenden Eltern abkanzelte, unter dem stundenlangem Gejohle von SPD und CDU (die damals in der Stadt GroKo gaben), weiß ich Bescheid.
    Sein Sekundant war übrigens Kirchner, der den Jugendhilfeausschuss leitete.
    Lederer, dieser A…. , meinte so den PDS-Stadtrat verteidigen zu müssen.
    Schnell hier ein Wort im Antrag umstellen, schnell da tricksen… Hätte ich nicht von alten PDS-Bundesparteitagen genug Routine in Beschlusslagen, es wäre noch schlimmer ausgefallen.
    Werde nicht müde davon zu erzählen, und wundere mich nicht, dass nahezu niemand, der die Linke auf Bundesebene wählt, in Berlin niemals Linke wählt.

    Man hat den Eindruck, die Rückrat- und Prinzipienlosigkeit ist Euer Programm. Aber wer den Bartsch als Kapitän hat, der schon in Rostock einen saumässigen Ruf hatte, und der nachweislich in Stasimanier Dossiers über seine „lieben Genossen“ anfertigen ließ, über geheime Zuträger…

    Und nun die Chuzpe zu zeigen und es so hinzustellen, als wäre das mit Oma Annie quasi congenial. Ihr habt sie doch nicht alle! Und zwar schon lange nicht mehr!!

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