Querfront radelt nach Russland

Von Friedensdemo-Watch

Käseblätter bewerben Antisemiten
Diverse Käseblätter und andere Medien wie die Abendschau des rbb Fernsehen haben wohlwollend über die Friedensfahrt der Aluhüte berichtet. Wenn ihr Links zu solchen Berichten findet, dann postet sie bitte an unsere Pinnwand oder schickt uns eine PN. Besser als Links zu den Artikeln wären (falls vorhanden) Facebooklinks zu die entsprechenden Posts auf den offiziellen Facebookseiten dieser Medien, in den Kommentarspalten könnte man klarstellen welche Leute sie da supporten. Kritische Berichte bitte auch, dann kan man den Shitstürmchen der Wichtel vl. etwas entgegensetzen. Hier einige der Artikel regionaler Medien mit O-Tönen einiger Teilnehmer, in eckigen Klammern Anmerkungen von uns:
noz.de: »„Ich habe die Aktion im Internet entdeckt und mich spontan entschieden, an der Friedensfahrt teilzunehmen – aus politischer Überzeugung“, sagt Hannes Henkelmann. Wie den anderen Teilnehmern der Fahrt, missfällt ihm die negative mediale Berichterstattung über die politischen Entwicklungen in Russland.[…] Unterstützung bekommt die Initiative von Willy Wimmer einem ehemaligen CDU-Politiker, der auf der Auftaktveranstaltung am Brandenburger Tor zu Gast war[und heute für das rechtsextreme COMPACT-Magazin schreibt und als regelmäßiger KenFM-Interviewpartner dort z.B. Pegida als Opfer der Medien dargestellt hat: http://querfrontseiten.blogspot.de/2016/02/willy-wimmer-bei-kenfm-uber-die-pegida.html)%5D.%5B…%5D Oberbürgermeister Wolfgang Griesert überreichte beiden eine Friedensbotschaft an seinen Amtskollegen[aus der russischen Stadt Twer], in der zu mehr Frieden und Solidarität aufgerufen wird.« http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/755840/zwei-osnabrucker-auf-friedensfahrt-nach-russland
Bürger Zeitung Mönchen-Gladbach: »Mit Hinweis auf die geplante Sanierung des Geburtshauses des deutschen Philosophen Immanuel Kant (1724 – 1894) in Königsberg (heute: Kaliningrad) durch die Russen plädierte Wimmer dafür, die Kernaussage Kants „Sei mutig und mache Gebrauch von Deinem eigenen Verstand“ vor dem Bundeskanzleramt aufzuhängen.« http://www.bz-mg.de/aus-bund-eu-usw/friedensfahrt-berlin-moskau-und-zuruck-%e2%80%a2-willy-wimmer-mit-mahnenden-worten-vor-dem-brandenburger-tor.html
shz.de – Nachrichten aus Schleswig-Holstein: »Wir machen bei dieser Aktion mit, weil wir das Gefühl haben, gegen die durch politische Entscheidungen offensichtlich gewollte Entfremdung der Länder selbst Stellung zu nehmen und etwas dagegen zu tun“, erklärt Kirsten Gantzel-Bobsien. „Wichtig sind uns vor allen Dingen die persönlichen Begegnungen und das gegenseitige Kennenlernen auf privater Ebene. Wir wollen mit dieser Reise deutlich zum Ausdruck bringen, dass wir die aktuelle Richtung, unseren europäischen Nachbarn Russland als Feindbild zu präsentieren, nicht mittragen. Denn wir sind überzeugt, dass eine tragfähige Friedenspolitik nur aufgrund von Empathie und Völkerfreundschaft entwickelt werden kann“, ergänzt ihr Mann.
Zu den Aktionen der Friedensfahrt, die der Geopolitologe Dr. Rainer Rotfu (Lindau) und Friedensaktivist Owe Schattauer (Berlin) organisieren, gehören Unterschriftensammlungen und Treffen mit öffentlichen Repräsentanten, aber auch Konzerte und Vorträge. „Außerdem wollen wir bei Vereinen, Städten sowie in Schulen und Firmen für neue Partnerschaften werben, um eine am Bedürfnis des Menschen orientierte ‚Geopolitik von unten‘ zu unterstützen“, erläutert Jörn Bobsien die Pläne.« http://www.shz.de/lokales/holsteinischer-courier/auf-friedensfahrt-nach-moskau-id14438526.html
Der von der shz erwähnte Mitorganisator Owe Schattauer glaubt z.B. Deutschland befände sich auf Befehl jüdischer Verschwörer mit Island und Ungarn im Krieg. Hier einiges zu seinem Weltbild: https://www.facebook.com/friedensdemowatch/posts/807586449295613
Märkische Onlinezeitung MOZ.de: »“Ich gehe einen friedlichen Weg. Mit ihm möchte ich darauf aufmerksam machen, dass Frieden ein essenzielles Anliegen der Mehrheit der Menschen ist“, sagte Godiva von Freienthal. Der Frieden beginne in uns selbst. Die Voraussetzung dafür sei der Respekt vor dem Anderssein und der Vielfalt des Lebens.« http://www.moz.de/lokalredaktionen/barnim/bernau/artikel3/dg/0/1/1505230/
Kritischer waren die Potsdamer Neueste Nachrichten, die sogar recherchiert haben wie man es von Journalisten eigentlich erwarten können müsste: »„Wir wollen nicht nur nach Moskau fahren, wir wollen mit Russen in Kontakt treten“, sagt er. Sie würden den Westeuropäern von den Medien zunehmend als „böse und gefährlich“ dargestellt. „Wenn man die russische Mentalität kennt, weiß man, dass das übertrieben ist.“
Schwarz ist sich darüber im Klaren, dass die Fahrt der russischen Propaganda in die Hände spielen wird. „Vor allem bin ich aber gespannt, was die westliche Propaganda daraus machen wird.“ Er ist nicht frei von Verschwörungstheorien und informiert sich nicht nur bei „Mainstream-Medien“, sondern zum Beispiel auch beim Onlineportal KenFM des umstrittenen Journalisten Ken Jebsen.
Jebsen will wissen, wer den Holocaust als PR erfunden und wie Goebbels die entsprechenden Kampagnen umgesetzt habe. Er meint, dass Israel die „Endlösung für Palästina“ will. Er hat sich mit solchen Positionen ins Abseits manövriert. Früher hatte Jebsen eine Sendung im Radiosender Fritz, der rbb hat sich Ende 2011 von ihm getrennt, weil seine Beiträge nicht den journalistischen Standards des rbb entsprochen hätten. Jebsens Netzkanal hat derweil nach wie vor ein Publikum, bei KenFM wurde auch die Idee zu der Friedensfahrt geboren, wie Mitorganisator Rainer Rothfuß auf PNN-Anfrage erklärt.« http://www.pnn.de/pm/1090784/
Simone Zeh stand in ihrem Artikel für Freie Presse und die Thüringer Landeszeitung Rotfuß und Co. hingegen weniger kritisch gegenüber: »Die Friedensfahrt von Berlin nach Moskau ist eine Bürgerinitiative zur Förderung der Völkerfreundschaft zwischen Deutschland und Russland. Man setzt dabei auf die Friedenspolitik „von unten“, von Mensch zu Mensch. Initiator ist Rainer Rothfuß, geboren in der DDR und von 2009 bis 2015 Professor an der Uni Tübingen, jetzt Leiter eines eigenen Unternehmen für transnationales Projektmanagement in Lindau. Als Wissenschaftler beschäftigt er sich mit der Frage, wie Konflikte entstehen und wie man diese in einem frühen Stadium so entschärfen und lösen kann, dass keine Gewalt entsteht.« http://www.freiepresse.de/LOKALES/VOGTLAND/PLAUEN/Vogtlaender-auf-dem-Weg-zu-Putin-Friedensfahrt-der-anderen-Art-artikel9598456.php / http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Spielmes-Fuer-den-Frieden-4000-Kilometer-unterwegs-1385189152
Weitere Hintergrundinformationen zu Organisatoren und ihren Unterstützern, die größtenteils aus verschwörungsideologischen, mehr oder weniger antisemitischen und teils rechtsextremistischen Zusammenhängen kommen: https://www.facebook.com/friedensdemowatch/photos/a.644425858945007.1073741828.644416022279324/1081889321865323/?type=3
P.S. Erinnert nur uns das Bild an den Molotow-Ribbentrop-Pakt? Allein schon mit deutsch-russischen „Friedensfahnen“ durch Polen und das Baltikum zu fahren ist mehr Provokation denn Friedensarbeit.

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