Bescheuert: Weltsozialforum provoziert antisemitisch

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# Weltsozialforum 2016 provoziert mit antisemitischer Karikatur #
Nach Veröffentlichung einer antisemitischen Karikatur haben kanadische Offizielle ihre Unterstützung für das Weltsozialforum 2016, das am Dienstag (9. August) in Montreal begann, zurückgezogen.
# World Social Forum 2016 provokes with antisemitic caricature #
After publication of an antisemitic caricature, Canadian officials withdrew their support for the World Social Forum 2016 that began on Tuesday (August 9) in Montreal.

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Das Weltsozialforum ist eine Konferenz von linken Globalisierungskritikern, die alljährlich in unterschiedlichen Ländern stattfindet. Mit Kanada findet das Treffen mit tausenden von Teilnehmenden erstmalig in einem hochindustrialisierten Land statt. Partner des 13. WSF, das bis zum 14. August geht, sind bzw. waren die kanadische Regierung, die Provinz Quebec, die Stadt Montreal sowie als Veranstaltungsorte die Universitäten McGill, Québec à Montréal und Cégep du Vieux Montréal. Aus Deutschland listet die WSF-Website Brot für die Welt als unterstützende Organisation auf.
In über 20 Vorträgen und Diskussionsrunden sollte es laut Plan um „Terrorismus, Wahhabismus, Zionismus“, den Boykott israelischer Produkte, den sogenannten Apartheitsstaat Israel und die Geschichte der „Freedom Flotilla“ gehen.
Den Workshop mit Seyed Ali Mousavi zum Thema “ Terrorizm, Wahhabism, Zionism“ bewarb die Homepage des Weltsozialforums mit einer eklatant antisemitischen Karikatur. Dort zu sehen ein wahhabitischer Terrorist, der aus dem Mund des amerikanischen Maskottchens Uncle Sam ragt, der wiederum aus dem Mund eines stereotyphaften ultra-orthodoxen Juden auftaucht, auf dessen Hut ein Davidstern prangt.
Insgesamt vier Veranstaltungen mit Seyed Ali Mousavi vom „Center of religious dialogue for peaceful coexistence“ standen auf der ursprünglichen Timeline des WSF. Außer über „Terrorismus, Wahhabismus, Zionismus“ wollte Mousavi noch über die „Söldner der Saudis im Dienste des zionistischen Weltkapitalismus“ diskutieren.
Nachdem die antisemitische Abbildung von kanadischen Medien und jüdischen NGOs thematisiert wurde, die Regierung in Ottawa ihrer Unterstützung zurückzog, nahmen die Organisatoren des Weltsozialforums sämtliche Workshops mit Seyed Ali Mousavi aus dem Programm und löschten still und leise die antisemitische Ankündigung von der Homepage.
Eine offizielle Stellungnahme zur Karikatur und deren Löschung wird es schon deswegen vom WSF mutmaßlich nicht geben, weil andere Veranstaltungen, die laut Titel einen antisemitischen Charakter haben, im Programm geblieben sind.
Mindestens ein Dutzend Workshops behandelt die Förderung des Boykotts von Israel, weltweit unter dem Label „Boycott, Divestment and Sanctions“ – kurz BDS – bekannt. In einem weiteren Workshop wird man sich über den „neuen Antisemitismus“ als Erfindung israelischer Lobbyisten unterhalten, die ihrer Kritiker zum Schweigen bringen wollen.

Zu diesen eindeutig ausgerichteten Veranstaltungen während der nächsten Tage gesellt sich auf der Homepage des Weltsozialforums unter der Überschrift „Non Apartheid“ die Verbindlichkeit des WSF-Kollektivs, dass alle auszuschließen seien, die nicht die Palästinenser und alle Menschen die für ihre Emanzipation und Freiheit kämpfen, unterstützen.
FOTO: Screenshot der antisemitischen Karikatur auf der Homepage des WSF 2016
siehe auch:

http://www.bnaibrith.ca/government_partnered_conference_spreads_antisemitism_in_montreal

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