MV: Die Linke kämpft ums Überleben…warum eigentlich?

Von Wilko Theeßen Meyer zu einem Beitrag in der „Zeit“

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-08/mecklenburg-vorpommern-afd-die-linke-landtagswahl-protestwaehler?utm_content=zeitde_redpost_zon_link_sf&utm_campaign=ref&utm_source=facebook_zonaudev_int&utm_medium=sm&utm_term=facebook_zonaudev_int&wt_zmc=sm.int.zonaudev.facebook.ref.zeitde.redpost_zon.link.s
„…. dämliche Schlussfolgerungen trifft dieser Artikel aus einem wirklich existierenden Problem. Ja, die Linkspartei steht vor der Schwierigkeit schwindender Wähler*innenschaft, sinkenden Mitgliederzahlen und der LINKEn ist in den west- wie ostdeutschen Bundesländern ist viel vorzuhalten. In letzteren kommt sie alt- und verstaubt daher, viel zu oft gerade strukturkonservativ. Den spießbürgerlichen Muff von vierzig Jahren DDR zwischen modisch eher zweifelhaften VEB Herrenmode Sakko, Plattenbauromantik und Würstchengulasch nie ganz abgelegt wird oftmals in urigen Gartenlauben & Eckkneipen immer noch ein längst gescheiterter Staatssozialismus verteidigt, der nie wirklich links oder progressiv gewesen ist; viel mehr noch eigentlich schon immer autoritär, bevormundend und unfrei daherkam. An einigen Stellen holpert es auch noch mit der Transformation von einem gefühlt ostalgischen DDR-Betriebsrat hin zu einer undogmatischen modernen linken Partei die nicht zugekoffert und anachronistisch daherkommt und darin besteht dann auch das Problem warum wenige neue, vor allem junge, Wähler*innen angesprochen werden. Die LINKE braucht eine Erneuerung, ein Update, einen zeitgemäßen Anstrich und dieser neue Anstrich kann weder aus einer zehn Jahre zu späten Agenda 2010 Kampagne bestehen noch aus einem von oben herab aufgezwungenen Zukunftsmanifest was mit der Basisrealität der Partei genauso viel zu tuen hat wie Pop-Punk mit musikalischem Talent. Nämlich rein gar nichts. Zu diesem Anstrich gehört allerdings auch endlich einen zeitgemäßen Wahlkampf zu führen, ich meine c’mon, mit vier greisen Tüpen hinter nem roten Infostand aus den 90ern hat keine Partei jemals eine Wahl gewonnen und das hat auch guten Gründen & völlig zurecht. Vielleicht sollte eine der Fragen die aus dem Problem des Artikels, dem der schwindender Wähler*innenschaft, abgeleitet werden können auch sein inwieweit kaum beachtete Plakate kleben & entnervten Menschen in Fußgängerzonen zwischen Wocheneinkauf und Sporttraining lieblose Flyer in die Hand zu drücken noch effektiv und zeitgemäß ist um ein junges vorwiegend digital kommunizierendes Klientel als potentielle Wähler*innen zu binden?“

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