Syrienkrieg: Gedankenexperiment

Von Karl Kobs

Um eine gewisse Vorstellung von dem zu erhalten, was gerade in Syren passiert, muss man vielleicht ein kleines Gedankenexperiment wagen. Was Assad mit Putins Hilfe gerade seinem Volk antut, ist so, als würde die Protestantin Merkel mit Unterstützung der USA nicht nur die Parteizentralen von AfD und „Die Linke“ bombardieren, sondern auch weite Teile des katholischen Südens von der Außenwelt abschneiden. CSU-Rebellen würden in München eingekesselt und mit bunkerbrechenden Bomben und Kampfgasen angegriffen. Humanitäre Hilfskonvois der UN, die den eingeschlossenen Bewohnern in München Medikamente und Nahrungsmittel bringen sollen, werden ebenfalls vernichtet. Hin und wieder bildet man Fluchtkorridore, um jene Gebiete in Bayern, in denen noch Zivilisten leben, ethnisch zu säubern. Die Überlebenden fliehen über Tschechien und Polen an die Ostseeküste, wo Schlepper ihnen gegen Geld Plätze in wackligen Schlauchbooten anbieten. Wer die Ostseeflucht überlebt, kommt in St. Petersburg an, wo die Menschen anfangs mit Fähnchen und Teddybären begrüßt werden. Doch je mehr Flüchtlinge ankommen, desto schneller kippt die „Refugees-Welcome“-Stimmung. Flüchtlingsheime werden von russischen Neonazis angezündet, Busse blockiert, der römische Katholizismus als Gefahr für die orthodoxe Kirche bezeichnet. Besorgte Bürger greifen Putin für seine Worte an: „Мы справимся – Wir schaffen das“. Merkwürdigerweise und vollkommen schizophren bejubeln weite Teile des russischen Volks Angela Merkel und ihre amerikanischen Verbündeten für ihre entschlossene Haltung, obwohl sie unmittelbar für das Flüchtlingsdrama verantwortlich ist, und weisen jede Kritik an Amerika als russische Kriegshetze zurück. Amerika werde „eingekreist – so argumentieren auch namhafte russische Politiker, Wissenschaftler und Publizisten. Und starten Unterschriftenlisten zur Unterstützug der NATO.
Habe ich irgendwas vergessen … ?

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