Obergrenze für Gleichberechtigung erreicht?

Von Lo Malinke

Man glaubt ja schon, ganz taub zu sein gegen all die Dummheit und die Intoleranz dieser Tage. Und dann sagt Julia Klöckner, die ewige Weinkönigin, „dass sie das Gefühl hat, man kümmere sich nur noch um Flüchtlinge und Minderheiten, und nicht mehr um die, die den Laden wirklich am Laufen halten“ und sagt damit ganz salopp, dass all die queeren Ärzte, Lehrer und Steuerzahler, alle, die nicht heterosexuelle Christdemokraten sind, eben nicht zu denen gehören, die „den Laden am Laufen halten“. Oder wie die kluge Carolin Ecke schreibt: „Es (gibt) diesen diskreten, aber eindeutigen Vorwurf, nun sei doch seitens der Juden oder der homosexuellen oder der Frauen auch mal etwas stille Zufriedenheit angebracht, schließlich würde ihnen soviel gestattet. Als gäbe es eine Obergrenze für Gleichberechtigung. Als dürften Frauen oder Schwule (oder, oder oder …) bis hierher gleich sein, aber dann sei auch Schluss. Ganz gleich? Das ginge dann doch etwas zu weit. Das wäre dann ja … gleich.“ Man kann nicht aufhören zu  staunen über soviel Verächtlichkeit. Größter Seufzer seit langem.

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