#Aleppo: „Ich kann das Rumgeheule nicht mehr hören.“

​Ralf Fuecks (Heinrich-Böll-Stiftung) kommentiert: „Aleppo ist weit mehr als ein lokales Ereignis und mehr als ein humanitärer Albtraum. Die Zerstörung der Stadt markiert einen Wendepunkt in der internationalen Politik. Man muss sich Lawrows Kommentar an die Adresse der US-Administration zu Gemüte führen: „Stop whining“. Auf Deutsch: „Ich kann das Rumgeheule nicht mehr hören.“ – Zum Massaker an der Zivilbevölkerung, den Bomben und willkürlichen Erschießungen in den Straßen der Stadt kommt die unverhohlene Verachtung, die Assad und seine russischen Alliierten Europa und den USA zollen. Sie fühlen sich stark genug, das Völkerrecht mit Füßen zu treten und den Westen zu verhöhnen, ohne irgendwelche Konsequenzen befürchten zu müssen. Dass es soweit gekommen ist, haben die Obama-Administration und die europäischen Regierungen zu verantworten. Die Wahl Trumps tut ihr übriges – Putin und Co sind die großen Gewinner der Krise des Westens. Es besteht wenig Hoffnung, dass der bevorstehende EU-Gipfel sich zu Sanktionen gegen das Assad-Regime und den Kreml aufraffen wird: es wird starke Worte der Betroffenheit geben ohne jede politische Konsequenz. Das ist der Weg in die politische Irrelevanz.“

Bericht im Guardian


 

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