Wagenknecht zum „Kapital“: Kulturkkonservativer und technokratischer Unfug 

​Ingo Elbe zu Sahra Wagenknechts Beitrag im Deutschlandfunk:

»Grober Unfug über Marx‘ ‚Kapital‘, verzapft von Zinsknechtschaftsbrecherin Sahra Wagenknecht.«
»Sie traut sich noch nicht, es einfach „schaffendes“ und „raffendes“ Kapital zu nennen. Kommt vielleicht noch.«
Sahra W. :

»Charakteristisch für die Wirtschaftsordnung, die Marx im „Kapital“ beschreibt, ist vielmehr, dass in ihr nicht allein mit Kapital produziert wird, sondern um des Kapitals willen. Produkte werden hergestellt, nicht um einen vorhandenen Bedarf zu decken, auch nicht, um Arbeitsplätze zu sichern, sondern um das investierte Kapital zu verwerten und eine möglichst hohe Rendite aus ihm herauszuziehen. Löhne sind nur ein Kostenfaktor, Kunden Mittel zum Zweck. Und weil es nur um finanzielle Erträge geht, kann der gleiche Kapitalgeber auch in Unternehmen unterschiedlichster Branchen investieren oder von einem zum anderen wechseln.

Der Unternehmer, der mit eigenem Engagement und Power ein Unternehmen aufbaut, oder als Ingenieur Innovationen einführt, ist in diesem Verständnis kein Kapitalist, wohl aber der Anleger, den ein Unternehmen nur als Renditeobjekt interessiert, oder der Aktionär, den nichts mehr mit der Welt der Produktion verbindet.«
Ein Kommentator dazu:

»“Der Unternehmer, der mit eigenem Engagement und Power ein Unternehmen aufbaut […] ist in diesem Verständnis kein Kapitalist“ – Äh, doch.«
Ein weiterer Kommentator bemerkt:

»Das ist tatsächlich kulturkonservatives, technokratisches Geschwätz. Das ist nicht Marx, das ist Hardensett 1932: http://www.metropolis-verlag.de/Der…/1218/book.do«
Hardensett: Der kapitalistische und der technische Mensch: 

»Dem einen geht es darum, sich durch Eigentumsübertragung zu bereichern; dem anderen ist darum zu tun, seine Umwelt zu gestalten, sie innerhalb der Grenzen, die durch die Natur gesetzt sind, stofflich umzuformen. Anders als dem „technischen Menschen“ geht es dem kapitalistischen Unternehmer um die Bereitstellung von Tauschgütern, die Profit versprechen. Nicht „Produktivität“ im Sinne kreatürlicher „Fruchtbarkeit“ ist sein Ziel, sondern „Rentabilität“, die abstrakte Plusmacherei, die keine natürlichen Grenzen kennt.«

Beitrag im Deutschlandfunk

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