Läster-Bär, der misanthropische Stinkstiefel

Von Indyvegan

Wenn der Bär lästert, Micky schimpft und Attila wie immer auf dicke Hose macht
Wenn Andreas Bär Läsker nicht gerade eine HipHop-Formation managt, dann teilt er der Welt mit, dass er vegan lebt, bzw. versucht er aus der Umsetzung des veganen Lebensweise Profit zu schlagen.
Dass er der veganen Szene damit nicht nur Bücher und eine Fastfood-Kette, sondern auch den zweifelhaften Ruf eines Diät- und Gesundheitskultes (http://www.welt.de/icon/article137026931/Wie-Baer-Laesker-als-Neu-Veganer-45-Kilo-abnahm.html) verpasst, reicht ihm scheinbar nicht aus.
Nein, auch das Klischee misanthropischer Stinkstiefel will gepflegt sein. Da reicht es nicht aus, die ein oder andere menschenfeindliche Statusmeldung (Dr. Henrich usw.) zu teilen, da wird dann auch mal publikumswirksam ein Frank Zander für seine alljährliche und gänzlich unvegane Charity-Veranstaltung angegangen (http://www.berliner-kurier.de/berlin/leute/vegane-buletten-statt-gans–baer-laesker-mag-frank-zanders-menue-fuer-obdachlose-nicht-25277130). Ja, eine Veranstaltung, die schon einige Jahre stattfindet und somit auch im Vorhinein hätte besprochen werden können. Bzw. hätte sich Läsker bereits im Vorfeld einbringen können. So überraschend überfällt Weihnachten schliesslich auch einen Läsker nicht.
Selbst ein Event auszustatten oder Herrn Zander vielleicht mal im Mai zu kontaktieren, um ihm einen veganen Schmaus schmackhaft und durchführbar zu präsentieren, sollte rein theoretisch für einen Manager, der vielleicht sogar Kontakt zu dem ein oder anderen Sponsoringunternehmen erhalten könnte, nicht schwer sein. Doch scheint es leichter zu sein, einen Facebook-Post rauszuhauen, als Pflanzenfleisch-Unternehmen und Herrn Zander zu kontaktieren.
Nachdem das Ganze so schon funktioniert hat, können sich auch Micky Beisenherz und Attila Hilmann nicht mehr in oder auf ihren feschen Fahrzeugen halten. Da wird getippt was das Zeug hält und jede Kamera ans Gesicht gezerrt (ob eine davon orange blitzte, ist nicht ganz geklärt). Während Beisenherz kräftig in der Bodyshamer-Truhe nach Läskers teigigem Hintern gräbt und auch mal ein rasistisches Klischee (noch ziemlich angestaubt und wohl auch von den Motten schon angenagt) herauszerrt, nach welchem es Grausamkeiten gibt, bei den sich selbst Chinesen abwenden (hört hört, es gibt etwas, was selbst Chinesen, die ja die Grausamkeit für sich gepachtet haben, ablehnen) (http://www.stern.de/kultur/micky-beisenherz/micky-beisenherz-schreibt-andreas-baer-laesker–lieber-baer-lauch-7239708.html), suhlt sich Hildmann nicht nur im Beisenherzschen Kusshändchen (“ Oder posten ein schönes Selfie. Macht Attila Hildmann doch auch. Und der ist echt total schön.“), sondern auch im Scheine diverser Kameras (https://www.facebook.com/AttilaHildmann/posts/1293967943957763).
Diese ganz spezielle Schönheit mag nicht nur gut ausgeleuchtet sein, sondern vielleicht auch das ein oder andere Buch, HeissgetränkepulverSojabologneseSchokoladeStringtangawhatever in die Kamera halten und sich mal wieder als Wohltäter ohne tatsächlichen Einsatz präsentieren. Wenn Hildmann nämlich nicht gerade versucht Wohnungslose und Geflüchtete (hey, in der nächsten Runde sind auch Rentner*innen, Alleinerziehende, Studierende und Minijobber*innen denkbar!) gegeneinander auszuspielen, bietet er in einem Nachsatz sogar eherenamtliche Hilfe zum Kochen an. Wessen ehrenamtlichen Einsatz er da grossspurig anbietet, erwähnt er wohl bisher nicht. Bleibt zu hoffen, dass er nicht tatsächlich in die Verlegenheit kommt, ehrenamtlichen Einsatz zeigen zu müssen. So viel freiwillige Helfer*innen kann es gar nicht geben, um die Allüren dieses Geschenkes der Göttin an die Welt…ach, das Universum, abzufangen.
Unser Tipp für nächstes Jahr: Selber machen oder lieber Menschen dafür bezahlen, zu machen, frühzeitig Konzepte vorlegen und der restlichen veganen Szene ersparen nun ein halbes Jahr die schamesroten Gesichter hinter einer alten Ausgabe der Bunten verstecken zu müssen.

Bleibt ausserdem die Hoffnung, dass wir schon in wenigen Wochen darüber lachen können, wie sich drei Facebook-Helden in unterschiedlichsten Abstufungen der Unflätigkeit gegenseitig verschlüsselte Liebeserklärungen zutippen.

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