Sahra und abgehobene Gender-Diskurse

Lilja schreibt dazu auf Facebook :

„Wenn Sahra Wagenknecht auch nur ansatzweise etwas von Ökonomie verstehen würde, dann würde sie in logischer Konsequenz auch was von Genderdiskursen verstehen, aber sie glaubt ja immer noch, dass es um Gleichstellung geht… An anderer Stelle schrieb ich heute schon zu diesem unsäglichen Interview, als sich noch zaghaft zu Haupt- und Nebenwidersprüchen gestritten wurde:
Eigentlich scheint ohnehin nur eine Fixierung auf die gefüllte Lohntüte des Nordens im Zentrum des Wagenknechtschen widerspruchsfreien Denkens übrig geblieben zu sein. Das hat dann irgendwas mit ein paar leblosen Gegensatzkonstruktionen zu tun, aber niemals mit Widersprüchen – in denen Haupt und Neben ohnehin in der Wirklichkeit absurd sind – und mit Partei und Bewegung oder Wahlkampfmodus hat das auch nichts zu tun. 
Es ist nur Ausdruck einer beschämenden Anbiederung an einen herrschenden, rassistischen Konsens des Nordens, ans Patriarchat und an eine Unterwerfung unter die Lohnarbeit. Dabei wollten Linke die mal aufheben und Bedingungen für befreite Tätigkeiten – die große Produktion, statt der großen Ordnung – schaffen, ob Sorge, Muße, Spiel und Brötchenbacken, für und mit allen und überall. Da ich auch Mitglied dieser Partei bin, werde ich hinter derartigen Parolen, die SW in den WamS-Interview abgeliefert hat, keinen Wahlkampf machen.
Genderdebatten sind übrigens keine akademischen Sprachdebatten, weil das hier irgendjemand vermutete. (das galt für die andere Kommunikation und SW gleich mit). Es geht um die Verteilung von Arbeit, Einkommen und Zeit, um die Beendigung von Herrschaft, Ausbeutung und die Garantie von sexuellen, wie reproduktiven Rechten, nicht mehr und nicht weniger, mitten im Kapitalismus und das sind alles andere als „Familien“Themen oder intellektuelle Diskurse, das betrifft die große Industrie bis zu den perfidestes Carearbeiten, zum Beispiel die Beseitigung von Datenmüll, bestehend aus Gewaltszenen, zumeist von Frauen (aber nicht nur) in Asien erledigt, die kurze Zeit später psychisch ausgebrannt und fertig sind. Es geht aber auch bis in die Strategie von Finanzindustrien, die die Mircokredite als besonders für Frauen in ärmeren Ländern „geeignet“ feierten, dafür wurden sogar Alternative Nobelpreise verliehen. Ein paar Jährchen später folgt die doppelte Verschuldung des neuen „Kundenkreises“ im sie beherrschenden Patriachat und gleichsam verfolgenden Bankwesen… 
Und von dem anderen Diskurs zu Flüchtlingen fange ich jetzt besser gar nicht erst an, da hatte ich schon nach der Gastrechtsattitüde den Kanal voll.“

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