#Wagenknecht: „…nur eine andere Art der Niederlage „

Von Felix Bartels

„Das Unvorstellbare bleibt unvorstellbar, auch wenn man es verwirklicht. Es wird ja nur real, und Sein, folgen wir Kant, ist keine Inhaltsbestimmung. Der Verschnitt der Linken durch Wagenknecht zeugt vor allem deswegen so wenig Widerstand, weil Machtlosigkeit für Linke eine offene Wunde ist. Die Linke hat nie ein begriffliches Verhältnis zur Macht entwickelt, und daher verabscheuen Linke in der Regel die Machtlosigkeit ebenso, wie sie die Macht fürchten. Sie sitzen zwischen Entweder & Oder, und dort ist es bekanntlich sehr eng. Dass Wagenknecht ihre ganz persönliche Anpassung mit der Stimmung der Menschen im Land begründen kann und dennoch zur Spitzenkandidatin ihrer Partei wird, ist so logisch, weil ihre dynamischen Positionen nicht logisch, sondern bloß folgerichtig sind. Der Unterschied zwischen Politik und z.B. Sport liegt daran, dass es bei Politik nicht allein auf den Erfolg ankommt. Wichtig wäre zu begreifen, dass ein politischer Erfolg, der mit dem Verlust der eigenen Standpunkte erkauft wurde, nur eine andere Art der Niederlage ist. Wer Forderungen wie >Raus aus dem politischen Exil< bereits für Inhalte hält, der hat schon verloren.“

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