Höcke, Augstein und …und Walser und das Mahnmal der Schande 

​Von „über Björn Höcke“

Björn Höcke auf seiner Facebook-Seite sowie die Verteidiger seiner Rede von Dresden stürzen sich nun, kampagnenmäßig von der AfD forciert, auf ein Zitat des verstorbenen SPIEGEL-Herausgebers Rudolf Augstein, dem Stiefvater von Jakob Augstein, der in den 90er Jahren die Pläne für das Holocaust-Mahnmal in einem antisemitisch determinierten und viel kritisierten Beitrag schmähte. Nun sagen, mal mehr, mal weniger deutlich, die Höcke-Jünger sinngemäß, Höcke habe sich so ähnlich geäußert wie der angebliche Linke Rudolf Augstein, um den AfD-Mann aus Thüringen zu entlasten. Dabei unterschlagen sie, dass Augstein kein Linker, sondern FDP-Mitglied war, der übrigens für die Partei 1972 und 1973 im Bundestag saß:
„(…) Zahlreiche Gesinnungsgenossen Höckes verwiesen seitdem genüsslich darauf, dass das angeblich so skandalöse Zitat des Thüringer AfD-Vorsitzenden bloß einen Gedanken und eine Formulierung des unverdächtigen, honorigen „Spiegel“-Herausgebers aufgriff. Das ließe die ganze Empörung lächerlich und unglaubwürdig erscheinen.
In den etablierten Medien findet sich zu dieser Parallelität bislang: fast nichts. Agenturen, Zeitungen, Online-Medien arbeiten sich an diesen (und anderen) Sätzen Höckes ab. Aber kaum jemand erwähnt den Elefanten, der im Raum steht und von dem ein Teil des Publikums längst raunend Fotos macht.
Augsteins Kommentar ist abstoßend. Er ist anmaßend, er redet die Mitschuld der Deutschen klein, und vor allem ist er antisemitisch. Dem Gedanken, dass das „Schandmal“ gegen das sich neu formierende Deutschland gerichtet sei, fügt er den Satz hinzu:(…)“ http://uebermedien.de/11997/hoecke-augstein-und-das-denkmal-der-schande/

Kommen wir nun zur Verbindung zwischen Martin Walser, dem leiblichen Vater von Jakob Augstein, und Björn Höcke (bitte den vorherigen Beitrag von Übermedien beachten, den wir weiter unten verlinkt haben) und Martin Walser:
„(…) Walsers und Höckes Rede sind in dieser Frage tatsächlich auf einer Wellenlänge. So war es Walsers Haupt-Anliegen, die seiner Meinung nach permanente Dauerpräsentation der deutschen „Schande“ als „Moralkeule“ anzuprangern. Auch Höcke spricht gegen eine „Dauerpräsentation der Schande“ wenn auch mit anderen Worten: „Anstatt die nachwachsenden Generationen mit den großen Wohltätern, den bekannten, weltbewegenden Philosophen, den Musikern, den genialen Entdeckern und Erfindern in Berührung zu bringen, von denen wir ja so viele haben (…) anstatt unsere Schüler in unseren Schulen mit dieser Geschichte in Berührung zu bringen, wird die deutsche Geschichte mies und lächerlich gemacht.“ Dass Schüler selbstverständlich auch mit deutschen Musikern, Philosophen, Erfindern usw. vertraut gemacht werden, erübrigt sich fast zu erwähnen.(…)“ http://meedia.de/2017/01/19/hoeckes-umstrittene-schandmal-rede-in-dresden-spiegel-gruender-rudolf-augstein-waehlte-einmal-fast-die-gleichen-worte/

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