Oh Gott, Jared ist auch noch Jude

Von Michael Groys

Jared Kushner- Schwiegersohn, Berater, Jude
Ich habe noch immer nicht aufgegeben Artikel über den neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump  zu lesen, wobei ich im Prinzip den Inhalt in den meisten Fällen schon voraussagen kann.  In diesen unzähligen Artikeln in der deutschen Presse taucht immer wieder ein Name auf: Jared Kushner. 
Dieser junge Mann ist Schwiegersohn von Trump, sein Berater und ja einen interessanten Daseinszustand hat er ebenfalls noch. Er ist Jude, bekennender Jude, also einer der seinen Sohn am achten Tag beschneidet, der koscher isst und was so alles eben dazu gehört. 
Hier kommen wir zu einem hochinteressanten Punt, den Jean Paul Sartre unglaublich präzise aufgeführt hat und hier so beispielhaft vergegenwärtig wird. Er ist nicht nur ein skrupelloser Geschäftsmann, ein schlechter Berater und ein Finanzhai sondern  hat er offensichtlich noch eine weitere schlechte Eigenschaft und zwar die, dass er Jude ist. 

Es wird für mich nicht ersichtlich, wieso es derartige Ausführungen über seine jüdische Herkunft gibt, wenn man doch eigentlich seine Qualitäten als Berater von Trump kritisieren möchte. Wieso ist bei dieser Kritik seine jüdische Herkunft so wichtig?  
In dem folgenden Ausschnitt aus dem Artikel von Christoph von Marshall im Tagesspiegel wird ein Argument genannt, wieso nun Kushners jüdischsein problematisch sein könnte: ,,Kushners Bild von der Region ist geprägt vom Holocaust, der Gründung des Staates Israel als Konsequenz aus dem Völkermord und dessen heldenhafter Behauptung in einer feindlichen Umgebung. Die Perspektive der Palästinenser fehlt in diesem Bild. Seine Erfahrungen mit der arabischen Welt beschränken sich auf Stipvisiten in Golfstaaten und Jordanien.“
Was bedeutet hier eigentlich der Satz ,,geprägt von dem Holocaust“? Was sagt er uns? Man soll nicht vom Holocaust geprägt sein? Wenn man von Holocaust geprägt ist, dann ist man nicht zu etwas  nicht in der Lage? Wenn ja, kann man bitte aufzählen zu was man nicht in der Lage ist ? Versteht man denn die Lage der Palästinenser besser, wenn der Holocaust einem am Arsch vorbeigeht? 
Über Heldentum kann man natürlich streiten, aber ich denke, dass es mehr als heldenhaft und ehrwürdig ist als ein Land von der Größe Hessens seit dem ersten Tag seiner Existenz sich gegen seine Feinde zu behaupten und sie sogar zu besiegen, vor allem wenn sie einen bedingungslosen Vernichtungswillen haben.  
Trump zu kritisieren, ist notwendig. Die Rolle von Geschäftsleuten in der Politik kann man zu recht hinterfragen, aber mit einem will und kann ich nicht leben, wenn jüdischsein zu negativen Qualitäten und Charaktereigenschaften dazu zählt, denn dann sprechen wir von einem ganz gewöhnlichen Judenhass.

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