#FreeDeniz: Deutsche Panzer vor Istanbul? 

Von Michael Groys

„Weniger Worte mehr Taten 
In den letzten Tagen lese ich viele Solidaritätsbekunden mit dem deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel. Es sind starke Worte. Die üblichen Bekenntnise zur Meinungs- und Pressefreiheit werden gebetsartig vorgetragen. 
Eines wird leider dabei nicht beachtet, dass mit solchen Symbolen, Männer wie Recep Tayyip Erdogan nicht zu beeindrucken sind. Im Gegenteil. Er wertet das Schwäche. 
Erdogan hat eine Entwicklung durchgemacht und mit ihm die deutsch-trükischen Beziehungen. Er hat nämlich eine bestimmte Denke entwickelt: Wie viel scheiße muss ich noch machen damit der Westen bzw. Deutschland reagiert oder agiert?
Israel bashen? Geht klar. Kurden abschlachten? Läuft. Oppositionelle einsperren? Schwierig, aber ok. Einschränkung der Pressefreiheit? Aufregen, besorgt sein, betrübt sein, aber etwas konkretes machen? Nein. 
Wie Lenin sagte, was tun? Nachzudenken, Sanktionen gegen die Türkei zu verhängen. Nachzudenken. die Rolle der Türkei in der NATO neuzudefinieren. Deutsche Exporte gegebenfalls beschränken. Mit anderen Worten gibt es mehr Möglichkeititen, Erdogan zu begegnen als mit FreeDeniz Schildern. Putin auch. Orban sowieso. 
Ehren allen, die sich dafür so einsetzen. Nur versteht der Sultan von Bosporus eine andere Sprache. Wir können sie auch sprechen, ohne morgen deutsche Panzer vor Istanbul zu haben.“

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