#giftgasinsyrien: hilflos und ohnmächtig 

Von Dirk Stegemann 

Es tut mir leid, dass ich nicht mehr tun kann. Ich werde heute Nacht wieder schlecht schlafen und doch in Sicherheit sein. Ich muss keine Angst haben. Mich lassen die Bilder, dass ganze Ausmaß der Unmenschlichkeit, dieser Hass, diese   politischen Eigeninteressen ohne Rücksicht auf Verluste und die Gleichgültigkeit sowie Handlungsunfähigkeit bzw. -willigkeit der politisch nicht wenigen Mitverantwortlichen und eines Teils der Gesellschaft nicht zur Ruhe kommen. Wenn keine Tränen mehr die Trauer ertränken können, wenn keine Ventile mehr die Wut zu bändigen scheinen, wenn du es nicht schaffst, den Abstand zu all diesen grausamen Abbildern menschlichen Versagens zu halten, wenn du Menschen kennst, die vor Angst um ihre Angehörigen verrückt werden und … du sitzt mitten in Berlin an einem Tisch an der Straße, verfolgst das gute Leben, dass an dir vorbeirauscht … Warum kann ich nicht abschalten, warum bekomme ich keinen Abstand hin, warum fühle ich mich mitverantwortlich? Habe ich genug getan? Zu viele Fragen, zu wenig Anworten und wenn ich aufwache, beginnt ein neuer Tag … die Fragen aber bleiben .. und die Anzahl der Toten wächst unaufhörlich weiter …
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