Tübingen, Bahnhof, 5 junge Menschen 

Von Vera Paulmann an Boris Palmer

Tübingen. Bahnhof. Fünf junge Menschen. Offensiver Auftritt. Kontrolle im Zug: Keiner hat einen Fahrschein. Zugfahrten haben sich verändert in den letzten Jahren. Ist es populistisch, das zu beschreiben? Ist es idiotisch, sich dabei unwohl zu fühlen?
PS: Warum so ein Beitrag mit Bild?

Ich glaube, dass sehr viele Menschen diese Veränderung spüren und negativ bewerten. Wenn man das aber zu erkennen gibt, passiert das, was man hier nachlesen kann: Massive moralische Verunglimpfung. Ich halte das für falsch. Probleme löst man nicht durch Wegsehen. Und diese Problem sind real. Warum ein Foto? Weil es die Szene verständlich machen soll. Hätte ich stattdessen geschrieben, dass es fünf junge Menschen waren, die aussahen als wären sie auf dem Weg zum Stuttgarter Frühlingsfest, in Tracht gekleidet, durch ihren Alkoholpegel als Wasngänger erkennbar  – was wäre dann bitte los gewesen? Diese selbstgerechten Empörungsstürme lösen kein Problem. Sie schaffen neue. 

Und wer mit Leuten spricht, die das täglich erleben, der erfährt: Gerade alkoholisierte Angehörige dieser Gruppe halten sich wenig an Regeln. Sie wissen, dass Ihnen nichts passiert. Das sollten wir hinterfragen. 

Und ja, ich fühle mich da selbst unwohl. Ich könnte auch einfach meine Klappe halten. Dann würde ich mich da ausklinken. Wer diskutiert dann aber noch mit mir auf facebook? Ich finde, solche Entwicklungen muss man benennen und nach Konsequenzen fragen.


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