AG Dok: #arte hat Exempel statuiert

Ein Dokumentarfilm über Antisemitismus wird – wie wir alle mitbekommen haben – von arte nicht gezeigt, obwohl er von der zuständigen Redaktion abgenommen war: Die Hintergründe sind das wirkliche Problem: 
Denn: ob es nun eine gute oder schlechte Dokumentation ist, ist hier für uns als Filmemacher, die wir für und mit arte arbeiten, nur ein Nebenschauplatz. Was BILD daraus gemacht hat, unterliegt der BILD Logik.
Viel brisanter ist der Hintergrund der ganzen Geschichte, dass eine durch den senderverantwortlichen  Redakteur angenommene Produktion von Arte zurückgewiesen werden kann. Dies ist neu und es liegt an einer neuen Regel, die vom Arte-Programmchef aufgesetzt wurde:
Jede Veränderung am Konzept eines Films, seien es die Protagonisten, der Stab oder gar weitere inhaltliche Aspekte oder Nebenstränge müssen von der zentralen Programmkonferenz neu abgenommen werden. Das heißt auch, dass jeder Film von Arte zurückgewiesen werden kann, der nicht exakt dem eingereichten Konzept entspricht. Damit gibt es bei der Produktion von Dokumentationen und Dokumentarfilmen eine grundsätzliche finanzielle Unsicherheit, ob Arte als Partner mit finanziert oder sich mitten in der Produktion verabschiedet.
Mit der Entscheidung, diesen Film bei Arte nicht anzunehmen und dies mit dem veränderten filmischen Konzept im Kontrast zum eingereichten Konzept zu begründen, wurde das erste Exempel statuiert.

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