#G20-Proteste: „BILD öffnete uns die Augen“

Von “ Gruppe des organisierten Widerstandes“

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PROTESTE GEGEN G20 FALLEN AUS!
Wie soeben bekannt wurde, haben sämtliche Protestbündnisse ihre Demonstrationen gegen den G20-Gipfel abgesagt. Als Grund gilt ein heute veröffentlichter Artikel der Bild, in dem alle Demonstranten als „jämmerliche Vollidioten“ kritisiert wurden. P. Flasterstein, der Vorsitzende des Antifa e.V., äußert sich in einer Presseerklärung wie folgt: „Eigentlich dachten wir ja, es sei eine gute Sache, wenn wir im Juli mit zehntausenden Menschen gegen den G20 demonstrieren und für eine Welt, in der Flüchtlinge nicht mehr im Mittelmeer ertrinken müssen. Doch die sachliche Argumentation der BILD hat uns die Augen geöffnet. Wir sind schockiert und traurig, dass sich der Springerkonzern überraschend gegen uns stellt.“ Da man jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen könne, habe sich die linke Szene in einem Delegiertenplenum bei ICQ darauf verständigt, die Mobilisierung gegen den G20 mit sofortiger Wirkung einzustellen, so Flasterstein weiter. 
Hochrangige Polit-Kader aus den Demobündnissen ließen hinter vorgehaltener Hand verlauten, dass sie auch die Manöverkritik diverser BILD-Leser zum Umdenken bewegt habe. So hatte in der Kommentarspalte unter dem Artikel etwa „Dynamo-Ronny64“ kritisch angemerkt, dass die Demonstranten „alles versiffte Hurensöhne“ seien, die „mal lieber arbeiten gehen“ sollen, „wenn die Zecken denn überhaupt wissen, was Arbeit ist haha lolz“. Der User „Brombeerkalle_STOLZER DEUTSCHER“ ergänzte, dass „die Zecken mal ordentlich den Arsch voll bekommen“ sollen und „SIND WIR DENN IN ABSURDISTAN“. 
Antifa-Sprecher Flasterstein zeigt sich angesichts dieses unerwartet negativen Feedbacks selbstkritisch: „Wir hatten eigentlich gedacht, dass wir mit unseren Protesten die BILD-Leser überzeugen könnten. Da dem anscheinend nicht so ist, müssen wir daraus Lehren ziehen: Womöglich werden wir bei zukünftigen Protesten stärker darauf achten, dass auf unseren Flugblättern mehr nackte Frauen abgedruckt werden oder unerlaubterweise aus dem Internet geklaute Fotos toter Kinder, damit wir die BILD-Redaktion wieder ins Boot holen“. 
Auch werde nun darüber nachgedacht, in zukünftigen Demo-Mottos öfter Wörter wie „Asyl-Terrorist“, „Hartz IV-Schmarotzer“ und „Stalins Nazi-Orang Utans“ einzubauen, um den Springerkonzern zu besänftigen. Flasterstein gab ebenfalls bekannt, dass er jetzt erst einmal eine Auszeit nimmt und sich von seinem Zahnarztvater ein paar Monate Work&Travel in Bali bezahlen lässt, um danach mit seinem Foodtruck-Startup das urbane Gastro-Segment zu disrupten.

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