Alptraum Insektensterben

Felix Riedel:
„Das Problem ist, dass diese Studie nichts Neues erzählt. Die Kartierungswerke von Ebert/Rennwald zu den Tagfaltern zeigten schon in den 1990-ern massive Verluste an Arten, die klar auf Lebensraumverlust zurückzuführen waren und sind. Dieser Verlust wurde gesteigert, auch in Schutzgebieten Arten isoliert und geschwächt, dazu noch Eintrag von Stickstoff und Spritzmitteln, es ist ganz einfach. Klima spielt da vermutlich die geringste Rolle. 

Da muss man auch nicht lange Rätsel aufmachen in der Absicht, Fördergelder einzuwerben. 

Ein Verbot von Feldern über 2 ha Größe, eine Randstreifenpflicht von 10% der Ackerfläche, ein Verbot von Rasenflächen ohne Nutzungsabsicht (Wiesenpflicht), ein Verbot von mehrfachem Güllen auf Wiesenflächen pro Jahr, eine drastische Reduktion der Einfuhr von Tierfutter, eine Reduktion des Biospritanteils, ein Verbot von Energiepflanzenanbau aus Monokultur sowie der Rückbau von nach 1990 angelegte Drainagen und Wiedervernässung von Wiesen und Kleinstgewässern wären erfolgsversprechend, scheitern aber an der CDU/CSU. Weshalb man sich die ganze Aufregung sparen kann, es ist vorbei mit Natur, weg ist weg, damage done.

„Die Ergebnisse der Untersuchung sind schockierend. Die kleine Hoffnung, dass die vorab bekannt gewordenen, beunruhigenden Informationen in der Publikation möglicherweise relativiert werden – zum Beispiel, weil sich die Arbeit als fehlerhaft erweist – ist zerstört! Die Arbeit ist methodisch sauber und zeigt flächendeckend für eine große geografische Region Mitteleuropas einen massiven Biomasserückgang für Insekten.“

FAZ

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