#Antisemitismus: Die Firnis der Zivilisation ist 6 min. dünn

Peter Huth trifft den Nagel auf den Kopf. Wichtig. Lesen.

„Facebook, wo das Video sich rasend schnell verbreitete, löscht es immer wieder. Das ist einerseits verständlich, da es klar gegen die „Gemeinschaftsregeln“ des sozialen Netzwerks verstößt. Aber es ist auch grundfalsch. Selten wurde deutlicher, wie eruptiv der Judenhass sich, einmal entfesselt, Bahn bricht. Und, vor allem, in welch wenigen, immer gleichen Schritten dieser Rassismus formuliert wird.

Von angeblicher „Israelkritik“ bis zur Forderung nach Vergasung dauerte es nur knapp sechs Minuten, dazwischen die immer gleichen Stationen: Verweigerung des Existenzrechts, Einschränkung, man sei natürlich kein „Nazi“, aber ausgiebige Verwendung nationalsozialistischer Propaganda-Zerrbilder. Schließlich, aus dieser kranken Logik, in diesem Lügen-Überbau aus Larmoyanz, Selbstversicherung und Schuldzuweisung, zwangsläufig: die Gaskammern. Die totale Täter-Opfer-Umkehr. Völkermord als Selbstschutz. Das ist nicht Neonazi. Das ist Hitler pur.

Das Video gehört vielleicht nicht auf Facebook. Aber der Text gehört in Schulbücher. Er ist ein Dokument offensichtlich unausrottbaren deutschen Denkens 73 Jahre nach Auschwitz. Der Firnis der Zivilisation ist dünn.“

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