Wie lange kann die Linke noch Wagenknecht hinnehmen und ertragen?

„Wie lange will die LINKE, die erste sozialistische Partei im Bundestag, eigentlich noch hinnehmen, dass ein durch nichts demokratisch legitimierter Ein-Personen-Nebenvorstand die Partei schädigt? Wie lange wollen die Abgeordneten, die ja durch die demokratischen Entscheidungen ihrer Landesverbände auf die Listenplätze gewählt wurden, auf denen sie in das Parlament gelangten, eine Fraktionsvorsitzende dulden, die sich einen Kehricht um Programmatik und sozialistische Gefolgenheiten schert? Das hinzunehmen, immer wieder, ist eine Abkehr von der guten Kultur der linken Bewegungen, gleich welcher Art sie sein mögen, von der Kultur der Arbeiterbewegung allemal. Aber jetzt die eigenen Traditionen, die eigene politische Kultur auf die leichte Schulter zu nehmen — das bedeutet dem Kulturkampf der Rechten keine eigenes Bild von Geschlossenheit und innerparteilicher Demokratie entgegensetzen zu können. Ein Führerprinzip, eine personenfixierte Sammlungsbewegung (die ja nur sammeln würde um die nötige Schwere zur Spaltung zu erhalten) — das ist nicht links. So etwas mag sich ungewollt aus den zu führenden Kämpfen ergeben. Es gezielt zu wollen und zu schaffen, wie in Frankreich, bedeutet den Niedergang eines
wesentlichen Teils linker Kultur, der Demokratie, der Gleichheit, der Solidarität nämlich.
Auf Dauer reißt auch die mediale Präsenz Sahra Wagenknechts nicht raus, was ihre egozentrische und autoritäre Art Politik zu treiben versenkt …“

https://kultur-und-politik.de/der-kulturkampf-und-das-versagen-des-inneren-kompass/

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