Der deutsche Hip Hop hat ein riesiges Problem

Von Raphael Guth

Zu Kollegha, Farid Bang, Bushido und wie diese ganze Schwachköpfe heißen:

Ich muss mir beruflich oft genug diese Art von Rap anhören.

Gerade der deutschsprachige Rap dieser Art (ich verstehe fließend französisch und englisch und kontrolliere auch Stücke in diesen Sprachen) ist mittlerweile in seinen Texten an Widerlichkeit kaum zu überbieten.

Massive Straftaten, knallharte Menschenverachtung (gerade gegen Frauen, behinderte und Homosexuelle) und Antisemitismus ist in einer derartigen Maß in dieser Szene vertreten, das es mir die Galle hoch kommen lässt.

Ich höre selbst „harte“ Musik und ich habe in meiner Jugend viel Punk, Gothik und Metal gehört, aber was beim deutschen Hip Hop an Texten serviert wird und als „Kunst“ gilt, wurde früher ganz klar als Jugendgefährdend eingestuft.

Ein gutes Beispiel ist für mich der Text „Bomberpilot“ von der (damals?) rechtsradikalen Band „Die bösen Onkelz“. (Nein ich nehme hier keine NAZI-Band in Schutz, ich will nur einen Vergleich ziehen)

Dieses Lied wurde verboten, da es als Kriegsverherrlichend galt.
Im Vergleich zu den Texten unserer super „Integrierten“ oder „progressiven“ Rapper, ist „Bomberpilot“ ein Kinderlied.

Ich kann mich auch an den Aufschrei der Leute wegen den Texten der Band „Ramstein“ (übrigens bekennende Antifas in den 1990´ern) erinnern und das diese wegen vergleichsweise harmlosen Texten und Bildern in die rechte Ecke gestellt wurden.

Warum also wir bei dieser Form des Hip Hop das genaue Gegenteil gemacht trotz faktischer Hetzte?

Warum bekommt ein „Bushido“ (krimineller,der nachweisliche Geschäfte mit der libanesischen Mafia macht) ein Integrationspreis?

Warum wird Felix Blume (Kollegah und konvertierter Muslim) trotz seinem wiederholten Antisemitismus gefeiert?

Oder der Rapper Fard (Iraner, bekennender israelhasser) bzw. Farid Bang (Hamassympatisant) gefeiert?

Mir bleibt hier nur der Verdacht, das sich die Deutschen nicht damit belasten wollen evtl. als NAZI-Kollaborateure identifiziert zu werden, aber ein nicht geringer Anteil willfährig dem islamistisch motivierten (denn nichts anderes ist es) Antisemitismus der Rapper an den Hals werfen, weil man das so schön als „Progressiv“ verkaufen kann.

Anscheinend sprechen diese Typen ein Gefühl an, das die meisten ihrer (oft deutschen Hörer) sich nicht trauen in einem deutschen Kontext laut aus zu sprechen.

Was wir gestern bei der Echoverleihung gesehen haben geht weit über jede Form des Appeasement hinaus.

Es ist offen gezeigter Judenhass.
Auch und gerade von dem „Ethikrat“ und den Gremien dieses Preises.

Als Fazit bleibt für mich nicht nur die Feststellung, das der Antisemitismus Salonfähig ist.
Nein für mich erweckt es den Eindruck, das dieses Land und dieser Kontinent antisemitisch ist.

Zu unserem designierten Bundesbeauftragten für Antisemitismus.

Ihr Einstand war nicht gerade klasse.

Ich als Jude hatte erwartet, das sie sich offen und laut dagegen Äußern und sich schützend vor uns stellen, anstatt ein wenig sagendes Interviewe in der Bild zu machen.

Es ist wie ich befürchtet habe.

Der Judenhass, wird verwaltet und nicht bekämpft in diesem Land.

UPDATE 14.04.2018 Statement der Antilopen-Gang:

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