Schlagwort-Archive: Antisemitismus

FDS: Kein Al Quds Tag!

keinSeit vielen Jahren wird zum Al Quds Tag auch in Berlin demonstriert und marschiert. Der Al Quds Tag gilt als Kampftag für die Eroberung Jerusalems und die Vernichtung Israels. Regelmäßig wird bei den Demonstrationen das Existenzrecht Israels in Frage gestellt. In den vergangenen Jahren waren die Demonstrationen zum Al Quds Tag häufig Verabredungen um Antisemitismus auf die Straße zu tragen.
Antisemitismus zählt immer noch zum Alltag in Deutschland. Jüdisches Leben ist noch keine Normalität und Übergriffe auf Jüdinnen und Juden nehmen zu. Es gilt sich jeden Tag dem Antisemitismus entgegenzustellen. Die Demonstration zum Al Quds Tag verlangt dies erst Recht.
Wir rufen auf, am
2. Juli 2016 an der Kundgebung: Kein Al Quds-Marsch 2016! Gemeinsam gegen jeden Antisemitismus! um 13.00 Uhr am Adenauerplatz (Berlin-Charlottenburg) teilzunehmen.“

Den Aufruf zur Kundgebung findet ihr hier: http://noalquds.blogsport.de/aufruf/

 

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#ARD#ESC #Naidoo #EinLiedfürStockolm: „Warum zum Teufel kam man auf die Idee…“

Quelle Ventil Verlag

Martin Büsser zu Xavier Naidoo, Intro/März 2002

„Warum zum Teufel kam man auf die Idee, ausgerechnet mir diese beiden CDs zu schicken? Etwa deshalb, weil ich nur eine gute halbe Autostunde von Mannheim – laut Naidoo das neue Jerusalem – entfernt wohne und also den Lokalbonus habe? Wenn Mannheim, diese schreckliche, zur Stadt aufgeblähte Großkaserne mit Bewohnern, die einen widerwärtigen Dialekt sprechen (alle klingen dort wie Joy Fleming), die „Stadt des Herrn“ sein soll, wie Naidoo ständig verkündet, indem er patriarchalisch „Mann“ mit „Herr“ gleichsetzt, dann muss die Hölle ein idyllisches Städtchen in der Provence sein. Und wenn, um das gleich draufzusetzen, „göttlich inspirierte“ Musik tatsächlich so klingen sollte wie Xavier Naidoos neueste Machwerke, ziehe ich es vor, die nächsten fünftausend Jahre bei Wasser und Brot nur noch rückwärts abgespielten Black Metal zu hören. Um diesen persönlichen Ekel ein wenig zu relativieren, muss ich zugeben, dass ich Naidoo lange dafür verteidigt habe, Soul in den deutschen, ansonsten oft so spröden HipHop gebracht zu haben. Ich fand das ebenso verdienstvoll, wie ich auch seine Stimme anfangs mochte. Und sogar noch seine ersten religiösen Kapriolen habe ich in erhitzten Diskussionen mit dem Argument verteidigt, dass so etwas beim englisch gesungenen Soul und Reggae auch problemlos durchginge. Inzwischen aber gibt es keinen Anlass mehr zur Verteidigung. Aufgeteilt in ein “weltliches“ und ein “christliches“ Album, schwingt aus beiden CDs nur noch die reaktionär autoritäre Stimme wie ein Rohrstock über Hörerin und Hörer nieder. Mit gut gemachtem Soul hat das musikalisch wie textlich nichts mehr zu tun: Gegenüber den großen Stimmen der Befreiung, Namen wie Curtis Mayfield und Gil Scott-Heron, verhält sich Naidoo wie ein unbarmherziger Despot. Beide CDs beziehen sich aufeinander, indem „Alles für den Herrn“ die bedingungslose, devote Hingabe an Gott fordert, „Zwischenspiel“ dagegen die „weltlichen“ Gesetze festlegt, etwa die dienende Rolle der Frau und die Bestimmung des Mannes als Vater, Erzieher und Krieger. Reaktionärer geht es nimmer! Wäre diese Musik nicht mit Rap und Soul unterlegt, sondern mit donnerndem Marsch-Metal à la Joachim „Bayreuth“ Witt, hätten die Feuilletons längst mit Fug und Recht warnend die „Rechtsrock“-Bremse gezogen. So aber gehen Texte durch, die ideologisch weit hinter alles zurückfallen, was in zweihundert Jahren Aufklärung und Emanzipation mühsam errungen wurde. „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach, ich werde alles tun, damit ich es gefügig mach’, ich halt mich tagelang wach, um in der Bibel zu lesen“, heißt es in einem Song, bei dem gerade noch fehlt, dass Homosexualität und Selbstbefriedigung mit dem Fegefeuer bedacht werden. Weniger pfui als Sex ist dagegen dem Christen immer schon der Krieg, das Metzeln und Morden gewesen. „Ich bet’, ich wär nicht dabei“, singt Naidoo auf „Alle Männer müssen kämpfen“ – wenn es denn aber nicht anders geht, dann zieht auch er gehorsam in die Schlacht, nur ein Ziel vor Augen: „Dann kehr ich heim zu Frau und Kind, ich finde euch, wär ich auch taub und blind“, während eine Frauenstimme im Hintergrund säuselt: „Ich warte hier, bis du wiederkehrst.“ Einen solchen Soundtrack zu „Landser“-Heften hätten sich nicht einmal Rammstein je zu schreiben getraut oder ihn doch wenigstens in den ihnen eigentümlichen Humor verpackt, eine Eigenschaft, die dem beseelten und bekennenden Kämpfer Naidoo völlig abgeht. Besonders infam wird es jedoch auf „Wenn ich schon Kinder hätte“, einer Nummer, in der Naidoo allen körperliche Gewalt androht, die seine Kinder zu erziehen und zu „formen“ versuchten. Diese Kampfansage an staatliche Schulen erinnert mich an meine eigene Schulzeit, zu der eine Mitschülerin zwischen Elternhaus und Schule hin- und hergerissen war (ihre Eltern gehörten einer Sekte an und prozessierten eifrig, das Kind von der Schule nehmen zu dürfen, um es selbst erziehen zu können) und schließlich Selbstmord beging. In dieser pathetisch instrumentierten, von Harfen umspielten Musik, schrumpft der Himmel zum Kerker zusammen, menschliche Freiheit zu bedingungsloser Knechtschaft unter Gott und die patriarchalisch geführte Familie. Angesichts des Brother Keepers-Projekts, bei dem auch Xavier Naidoo mitwirkt, sind diese CDs absolut desillusionierend, nämlich vom Denken der Rechten gar nicht so weit entfernt.“

Die Linke Niedersachsen dominiert von Antisemitismus und Dr. Diether Dehm

Aluhut für Ken: „Der Kreisvorstand Die Linke wurde in Hannover gewählt.
Der gewählte Vorsitzende Johannes Drücker ist für seine antisemitischen Ausfälle, Nationalsozialismus-Verharmlosungen und Israel -Hass bekannt. Diether Dehm war sehr glücklich, dass
sein “Johannes“ nun Kreisvorsitzender ist.
RT und KenFM sind seine bevorzugten “Informationsquellen“.
Mit der Aussage “ Fuck Israel -Enjoy Intifada“ möchte er
für den Frieden “kämpfen“. Mahnwachen und Friedenswinter
sind so ganz “seins“.

Die Kreisvorsitzende Jessica Kaussen brilliert durch politische
Unerfahrenheit und Querfrontambitionen. Sie nahm
begeistert eine reaktionäre Anti-Femminismus Position ein.

Christine Gross (nach eigenen Angaben ist der Mandatsträger
Michael Fleischmann Die Linke ihr Mentor) wurde zur Beisitzerin
gewählt. Gross war zu sehen auf der EndGame Hannover. Nicht
bei dem Gegenprotest sondern neben Fuad Afahne, dem Holocaustrelativierer, Antisemiten und Faschisten.
Gross glänzt vor allem durch offene antisemitische Ausfälle
(Zionistenmedienhuren sowie dem Beipflichten der Tötung und
Vernichtung von Juden_innen sind zwei harmlose Beispiele)

Der gewählte Beisitzer Klauke ist bekannt für seine Unterstützung und Auftritte bei der Mahnwache Hannover. Die wird organisiert
von Martin Hylla( der die Protokolle der Weisen von Zion bewirbt)
und nun als EndGame Veranstalter mit in Erscheinung tritt.
Klauke relativierte den Holocaust, er bezeichnete GAZA als das
Warschauer Ghetto von heute.

Potemkin schreibt hierzu:
…Es mag Ironie des Schicksals sein, dass an dem Wochenende, an dem der Befreiung der Überlebenden von Buchenwald gedacht wurde, der Kreisverband der Linken in der Region Hannover nichts besseres zu tun hatte, als durch seine Vorstandswahlen ein personell unterlegtes Signal für die Öffnung der Partei in Richtung der rechtspopulistischen Bewegungen von Mahnwachen, Friedenswinter und Endgame zu setzen. Das klingt zynisch und das ist es auch, weil die damit einhergehende Logik einiger Parteimitglieder nicht minder zynisch ist. Denn hinter dieser Strategie der Öffnung der Partei nach Rechtsaußen steht das berechnende Kalkül eines Mannes, der im Zwang steht für seine politische Zukunft wieder Wahlerfolge im Westen zu liefern. Dass es dabei auch um die Vorherrschaft in der Bundestagsfraktion der Linken im Jahr 2017 geht und dass Diether Dehm dabei für seine Herrin Sahra Wagenknecht die Machtbasis für ihren zukünftigen Anspruch als alleinige Fraktionsvorsitzende zu liefern hat, sei hier nur am Rande erwähnt.

Für diese halluzinierten Zukunftserfolge mit und im rechten Lager gilt es zunächst sowohl personell, als auch ideologisch den Weg zu ebnen und dafür ließ es sich Dehm nicht nehmen auf der Kreismitgliederversammlung in der Landeshauptstadt höchstpersönlich den Anheizer zu geben. Um der Kandidatur von Johannes Drücker für den Kreisvorsitz den nötigen Nachdruck zu verleihen, peitschte Dehm die Versammlung seiner Anhänger mit der Feststellung ein, dass der Begriff des Antisemitismus inflationär vernutzt werden würde. Er, Dehm, würde sich daher dafür einsetzen, dass dieser Begriff allein dem industriellen Massenmord vorbehalten bliebe. Die nicht gerade mit Intelligenz gesegnete Restgemeinde der Schutz- und Wirtschaftsbefohlenen des Schlagersängers klatschte spätestens da so eifrig Beifall, dass einem plötzlich nicht mehr klar war, ob dies eine Veranstaltung der Linken oder der extremen Rechten war. Allein, nach dieser Logik wäre erst die Wannseekonferenz der Ausdruck antisemitischer Tendenzen in Europa gewesen, aber wohl nach Dehms wirrer Phrasendrescherei immer noch kein Antisemitismus, weil in den Konferenzräumen keine Juden umgebracht wurden und der Beschluss des Massenmordes von seiner Durchführung ideologisch zu unterscheiden sei. Von hier ist es nur noch ein verbaler Steinwurf bis zu Holocaustumdeutung, der methodischen Grundlage des aktuellen Faschismus…“

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„Da ist sie wieder -die Besessenheit der Antisemiten in Deutschland“

Aluhut für Ken: „Der Kommentar von Esther Schapira tagesschau über Antisemitismus in Deutschland löste einen massiven
Shit-Storm aus.
Die Kommentare unter dem Beitrag zeigen eins ganz deutlich:
70 Jahre nach der Shoa tobt der Antisemitismus ungebremst und massiv durch Deutschland. So wird gefordert, dass Frau Schapira wieder dahin geht wo sie hergekommen ist ( Also von Deutschland soll sie zurück nach Deutschland gehen).
Der Begriff Antisemitismus soll doch bitte endlich neu definiert
werden. Was sofort folgte, ist dass was wir den “Israel-Reflex“
nennen, in einem Diskurs über Antisemitismus in Deutschland.
Es dauert keine 3 Sekunden kann man sich sicher sein
folgende Worte zu lesen oder zu hören:

“Ich bin kein Rassist und kein Anitsemit ich bin es leid , die Politik oder Israel nicht kritisieren zu dürfen und sofort Antisemit genannt zu werden.“

“ Israel ist ein Verbrecherstaat, sie betreiben Genozid am palästinensischen Volk“

“Antisemitismus ist überbewertet und wird infaltionär benutzt als
Begrifflichkeit, den echten Antisemitismus zwischen 1933 und
1945 verharmlost man damit“

“ Die Juden machen heute das gleiche mit Palästina“

Israel hat nichts zu tun mit Übergriffen gegen Juden in Deutschland. Wie besessen sind die Menschen, die immer
und jederzeit Israel kritisieren wollen. Der unterdrückte Antisemitismus in ihnen findet sein Ventil über die kritik
an Israel.

In den Kommentarspalten finden sich viele PEGIDA-Nazis, die
den Antisemitismus instrumentalisieren und als Alleinstellungsmerkmal für Muslime glaubhaft machen wollen.
Ist praktisch für die rechtsextremen Strömungen, denn indem
sie behaupten dass Antisemitismus nur von Muslimen ausgeht
können sie gepflegt ihren Rassismus gegenüber Muslimen
ausleben. Gleichzeitig lenkt sie von ihrem eigenen
Antisemitismus ab.

Andere fühlen sich in ihrem “Leid“ nicht gesehen und sind besessen von dem Gedanken, dass ihr Leid viel wichtiger ist
als das Leid der anderen.“

Antisemitismus-Definition des Münchner Landgerichts: „…der letzte Antisemit (wurde) um 1960 in Jerusalem gesichtet

Jutta Ditfurth: „Deniz Yücel ist der erste Journalist,

der im Elsässer-Prozess die unsägliche Antisemitismus-Definition des Münchner Landgerichts mit dessen dann viel vorsichtiger formuliertem Urteil abgeglichen hat und fündig wurde. Auch sonst kommt er auf den zentralen Punkt: Es geht um die Umdeutung des Begriffes Antisemitismus.

Deniz schreibt u.a.:
„[…] Schon am Ende der Hauptverhandlung im Oktober sagte die Richterin Petra Grönke-Müller: ‚Ein glühender Antisemit in Deutschland ist jemand, der mit Überzeugung sich antisemitisch äußert, mit einer Überzeugung, die das Dritte Reich nicht verurteilt und ist nicht losgelöst von 1933 bis 45 zu betrachten vor dem Hintergrund der Geschichte.‘
Ähnlich heißt es in der Urteilsbegründung: ‚In dieser Bezeichnung kommt zum Ausdruck, dass derjenige die Überzeugungen teilt, die zu der Ermordung von 6 Millionen Juden unter der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft geführt haben, und die Menschen alleine aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft angreifen und für die Übel in der Welt verantwortlich machen.‘
Gemessen an dieser Definition wurde der letzte Antisemit um 1960 in Jerusalem gesichtet. Denn so blöd, den Antisemitismus oder gar den Holocaust gutzuheißen, ist niemand; der beinharte Neonazi nicht – der verleugnet den Holocaust nämlich –, und der gewöhnliche Antisemit der Gegenwart auch nicht – der verurteilt den Holocaust, um sogleich zu erklären, die Israelis seien die Nazis von heute. […]““

Der Link zu Deniz Yücels Text in der taz:
http://www.taz.de/Kolumne-Besser/!154889/

Deniz Yücel bei Facebook:
https://www.facebook.com/ilker.deniz.yucel?fref=ts

Warum noch erinnern?

Warum noch erinnern? Wir sehen, wie sich jeder Zweite der von uns befragten Bundesbürger darüber ärgert, dass „den Deutschen auch heute noch die Verbrechen an den Juden vorgehalten werden“. Eben so viele meinten noch im September letzten Jahres, sie wären „es leid, immer wieder von den deutschen Verbrechen an den Juden zu hören“. Hier drückt sich ein sekundärer Antisemitismus aus, der die Repression des Antisemitismus, die Entdeckung der Antipathie umgeht und von einer Schande befreit sein möchte. Wie aber soll diese Befreiung möglich sein, wenn die Erinnerung erst gar nicht zugelassen wird? Eine Betrachtung von Andreas Zick, Professor für Sozialisation und Konfliktforschung und Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld, anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. 

Der Beitrag aus „Netz gegen Nazis“

Frauendeckbeauftragte MdB der LINKEN, Inge Höger: „Jeder blamiert sich, so gut er kann!“

„Die Gaza-Flotille war ein legitimes militärisches Ziel. – Die gegen dieses Ziel eingeleiteten militärischen Maßnahmen waren rechtmäßig.“ Schade für MdB Höger.

Läuft bei Frau Höger

„Oft ist juristische Prosa ja trocken und recht hölzern zu lesen. Die Erwiderung des Generalbundesanwalts auf die diversen Anzeigen der Frauendeckbeauftragten MdB der LINKEN, Inge Höger, ist hingegen hochunterhaltsam. Hier!

Die Antwort des Generalbundesanwaltes auf die Anzeigen von Höger ist auf ihrer Homepage auch zu finden.