Schlagwort-Archive: Bezirksamt Pankow

Thälmannpark: Kirchnershow mit Nebelkerzen

Die von Stadtrat Kirchner initiierte Auftaktveranstaltung des Bezirksamtes Pankow zur Erschließung des Thälmannparkes lässt mehrere Fragen offen, die Bewohnern und Interessierte auf den Nägeln brennen. Es gab keine klaren Aussagen, sondern nur Willensbekundungen. In der Aufteilung von Privat- und öffentliche Grundstücke wird deutlich, dass ein gewünschtes Gesamtkonzept kaum möglich ist. Warum die Firma Stadtbau mit der Erschließung des Areals beauftragt wurde, ist nicht jeden Besucher klar geworden. Auf Privatgrund ist nun mal die Einflussfähigkeit des Amtes sehr begrenzt. Wenn hier nach gut dünken bebaut werden kann, ist eine Gesamtkonzeption überflüssig. Der Aufruf zur Mitgestaltung und Mitarbeit bleibt somit eine Farce. Wie sollten die Anwohner Chancen zur Mitbestimmung haben, wenn selbst der Politik bei Privatgrund die Hände gebunden sind und der Drops bei vielen Bauvorhaben eh schon gelutscht ist. Der Einfluss, den solche Häuser, wie der Prenzlauer Bogen, auf das gesamte Areal, auf Mietspiegel und Durchmischung haben, ist immens und beeinflusst künftige Handlungsoptionen. Partizipation bleibt Makulatur.

…und hier schon der erste Beitrag zur Veranstaltung.

Advertisements

Bezirksamt Pankow plant Veranstaltung zur Voruntersuchung des Thälmannparkes

Während die Anwohner-Initiative Thälmannpark für den 13. März eine Info-Versammlung unter dem Motto „Wie wollen wir hier leben“ in der WABE plant, lanciert das Bezirksamt eine Veranstaltung zur städtebaulichen Voruntersuchung des Areals. Die beauftragte Stadtbau GmbH wird über ihre Vorgehensweise zur Erstellung eines städtebaulichen Gesamtkonzeptes informieren. Inwieweit diese Fakten auch Einfluss auf die nachfolgende Veranstaltung der Anwohner-Initiative haben wird, wird sich zeigen.

Hier die entsprechende Pressemitteilung:

„Berlin, den 19.02.2013

Zur Auftaktveranstaltung für die Voruntersuchung „Thälmannpark“ lädt das Bezirksamt Pankow Bewohner, Gewerbetreibende, Eigentümer, Nutzer und an der Entwicklung des Areals Interessierte am Mittwoch, dem 27. Februar 2013 von 18.30 – 20.00 Uhr in den BVV-Saal, Haus 7, Fröbelstr. 17, 10405 Berlin, ein. Hintergrund ist die vom Bezirksamt Pankow beschlossene Voruntersuchung für das Areal des Thälmannparks zwischen Greifswalder Straße, Danziger Straße, Prenzlauer Allee und der Ringbahn. Untersucht wird die städtebauliche, räumlich-strukturelle und sozialräumliche Situation des Gebietes. Dabei sollen Stärken, Probleme, Handlungsbedarfe und Potenziale sowohl aus Sicht der Fachabteilungen des Bezirksamtes sowie der sozialen und kulturellen Einrichtungen vor Ort, als auch der Anwohner, Gewerbetreibenden, Anlieger, Grundstückseigentümer bzw. Wohnungsunternehmen im Gebiet erfasst werden. Ziel ist die Erarbeitung eines abgestimmten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes für das Gebiet, mit dem erforderliche Maßnahmen zur Behebung von Missständen dargestellt und eine Grundlage für künftige Entscheidungen zur Entwicklung geschaffen werden sollen. Zur Auftaktveranstaltung sollen alle Betroffenen und Interessierten über die beabsichtigten Untersuchungen informiert und zur Beteiligung daran aufgefordert werden. Mit der Durchführung der Untersuchungen ist vom Bezirksamt Pankow die STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft mbH beauftragt worden. Ansprechpartnerin ist Genia Krug, Tel.: 030 690 81 0 oder krug@stattbau.de.“

Neues aus dem Thälmannpark: Bezirksamtsumzug unwirtschaftlich?

Der geplante Umzug des Bezirksamtes Pankow von der Fröbelstraße in die Prenzlauer Promenade soll nach Angaben der landeseigenen Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) wahrscheinlich unwirtschaftlich sein. Der neue Mietvertrag sollte unbedingt überprüft werden. mehr

Das Gelände in der Fröbelstraße gilt seit Jahren als Filetstück unter Investoren, geplant ist die stückweise Verscherbelung der komunalen Gebiete, um den Bezirkshaushalt auszugleichen.

Die Linke Pankow erklärt dazu: „Dieser sogenannte Umzug (Auzug aus eigener Hütte und Einzug in ein Mietobjekt zwecks unwiderbringlicher Verscherbelung öffentlichen Eigentums) ist nicht nur wirtschaftlich absolut kurzsichtiger Unsinn, worauf wir mehrfach deutlich hingewiesen haben und offensichtlich nur mit SPD -Gemauschel über die politischen Hebel durchsetzbar. Es ist auch stadtentwicklungspolitisch absurd, aus dem dichtbesiedeltsten Bereich Pankows, so called Prenzlauer Berg, in die Peripherie zu ziehen in ein Objekt mit schlechter Verkehrsanbindung. So kann man sich als Verwaltung auch aus dem Fokus der Aufmerksamkeit und Belästigung durch die Bürger_innen stehlen. Es wird immer gefährlich ,wenn selbstbesoffene Möchtegernzampanos glauben, am großen Immobilienrad dehen zu müssen.“