Schlagwort-Archive: Blockupy

Polizeieinsätze: Gewalt herausgefordert

„Ich weiß, dass wir bei brisanten Großdemos verdeckt agierende Beamte, die als taktische Provokateure, als vermummte Steinewerfer fungieren, unter die Demonstranten schleusen. Sie werfen auf Befehl Steine oder Flaschen in Richtung der Polizei, damit die dann mit der Räumung beginnen kann. Ich jedenfalls bin nicht Polizist geworden, um Demonstranten von irgendwelchen Straßen zu räumen oder von Bäumen runterzuholen. Ich will Gangster hinter Gitter bringen-“

Polizeibeamte berichten von ihrer Instrumentalisierung

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Blockupy Frankfurt: Getreten, geprügelt, mit Giftgas bekämpft-Ein Erlebnisprotokoll

von Axel Köhler-Schnura

Frankfurt, Basler Platz
Samstag 01. Juni 2013

Um 10 Uhr noch recht leer, strömen bis ca. 12 Uhr zig Tausende zusammen.
Wie man es von der letzten Blockupy-Großdemonstration 2012 her kennt:
Bunt, laut, phantasievoll. Kinder, Jugendliche, Grauhaarige.

Von nah und fern. Sprachgewirr aus ganz Europa.

Transparente wie: „S21 – bei Brand effizienter als jedes Krematorium“.
Oder: „Gegen Bankenmacht und Profitgier!“ Während verdi- und
IG-Metall-Fahnen neben attac, Linkspartei- und anderen Fahnen gut
sichtbar waren, habe ich nicht eine einzige Fahne der Grünen gesehen und
auch die SPD glänzte durch Abwesentheit.  weiterlesen

Presseerklärung EA Frankfurt 21.30 Uhr

Gewaltsamer Einbruch der Polizei in die friedliche Demonstration

Völliges Versagen der Polizei in Frankfurt bei Blockupy 2013: „Eine Kugel zwischen die Augen, und gut is.““

Die Vorwürfe der Piraten und Linken zum brutalen Polizeieinsatz der Polizei mit mehreren Schwerverletzten haben ihre Berechtigung. Wegen Vermummung mit Regenschirmen wurde die genehmigte Demonstration einfach beendet und hunderte Demonstranten stundenlang eingekesselt. Die Presse schildert ausführlich und durchaus mit einer Haltung die schlimmen Ereignisse in Frankfurt. Parallelen mit Istanbul sind rein zufällig oder entsprechen dem Bild, was Herrschende von einem Rechtsstaat haben.

„wenn Sie mich angreifen, erschieße ich Sie. Eine Kugel zwischen die Augen, und gut is.“ #bloccupy http://www.fr-online.de/blockupy-frankfurt/blockupy-frankfurt-ende-einer-demonstration,15402798,23093936.html …

„Hier werden in einer Art und Weise Grundrechte außer Kraft gesetzt, wie ich das seit Jahrzehnten nicht erlebt habe“http://www.fr-online.de/frankfurt/blockupy-frankfurt-ende-einer-demonstration,1472798,23093936.html …

„Die Berichterstattung eben in den Tagesthemen über Istanbul und Frankfurt macht einem totalitären Staat alle Ehre.“

Attac, FAZ, TAZ, Deutschlandfunk, Leftvision, nochmal FAZ, Grundrechtekomitee

Blockupy FFM: Ums Ganze

Blockupy Logos VertikalDas ist ab heute geplant: „Auch dieses Jahr mobilisiert ein breites Bündnis von Organisationen, Initiativen und Netzwerken zu den Blockupy-Aktionstagen nach Frankfurt am Main.

Gegen die Krisen- und Verarmungspolitik der Troika mit ihren dramatischen Folgen soll mit Blockupy ein Zeichen internationaler Solidarität gesetzt werden.

Treffpunkt für Blockupy ist das Aktionscamp auf dem Rebstockgelände in der Nähe der Messe. Das Camp wird ab Montag (27. Mai) aufgebaut und am Mittwoch, 29. Mai, eröffnet. Dort können Zelte aufgeschlagen werden. Pro Übernachtung fallen fünf Euro an.

Auf dem Camp finden auch zahlreiche Veranstaltungen statt. Im Mittelpunkt der Proteste stehen Freitag und Samstag: die Massenblockaden und Aktionen des Zivilen Ungehorsams am 31. Mai und die internationale Demonstration am 1. Juni.

Die Blockade der Europäischen Zentralbank(EZB) beginnt am Freitag früh morgens. Es wird mehrere Sammelpunkte im Stadtgebiet geben. Von dort aus geht es – ob in gemeinsamen Großgruppen oder durch massenhaftes Einsickern und Ausschwärmen in kleineren Bezugsgruppen – Richtung EZB mit dem Ziel, die Zentralbank so effektiv wie möglich zu blockieren. Durch Sitz- und Stehblockaden sollen alle Zugänge zum Eurotower dichtgemacht werden.

Nach der Blockade der EZB sind weitere Aktionen geplant. Mit vielfältigen, kreativen Aktionsformen soll Frankfurt an diesem Tag in eine bunte und laute Stadt des Protests verwandelt werden, gegen die Verarmungspolitik der Troika mit ihren dramatischen Folgen und gegen die unterschiedlichen Akteure und Profiteure der Krise. Zum Beispiel sollen vor der Deutschen Bank neokolonialer Landraub und Spekulationen auf Nahrungsmittel skandalisiert werden.

Und Blockupy Deportation Airport wird das Motto von Flashmobs und Protesten im Frankfurter Abschiebeflughafen sein. Für den 1. Juni ist eine Großdemo geplant – gegen Kapitalismus und die Verarmungspolitik von Bundesregierung und Troika aus EU-Kommission, EZB und Internationalem Währungsfonds.“ (aus Analyse und Kritik)

Weitere Informationen gibt es hier.

Aktuelles rund um die Blockupy-Woche in Frankfurt könnt Ihr hier lesen.

Im Konkreten versuchen, Gegenmacht aufzubauen  Marlies Sommer über den Einsatz von … ums Ganze! bei den Blockupy-Protesten

Blockupy FFM mobilisiert

Hier der Aufruf von Blockupy Frankfurt:

„Blockupy kommt wieder: Vom 30. Mai bis 1. Juni ruft das Bündnis zu europaweiten Aktionstagen gegen die autoritäre Krisenpolitik von Bundesregierung und Troika (EU, EZB, IWF) in Frankfurt/Main auf.

Am Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB), im Zentrum des europäischen Krisenregimes, werden wir ein kämpferisches Signal der Solidarität an alle Betroffenen der aktuellen Spar- und Kürzungspolitik senden.

Als Zeichen der Widersetzung gegen das Spardiktat werden wir am 31. Mai daher die EZB in Frankfurt massenhaft blockieren. Wenn diese blockiert ist werden wir uns nicht all zu lange dort aufhalten, sondern die Aktionen bereits am späten Vormittag in einer zweiten Welle auf andere Akteure ausweiten. Unser Aktionsziel am 31. Mai ist es, den üblichen Geschäftsablauf der EZB sowie anderer Akteure des Krisenregimes öffentlich sichtbar zu stören.

Am 1. Juni rufen wir zu einer internationalen Großdemonstration auf bei welcher wir gemeinsam mit vielen tausend Menschen aus ganz Europa zeigen werden wo Verantwortliche für die Krisen- und Verarmungspolitik zu finden sind.

Politischer und sozialer Treffpunkt für Blockupy ist das Aktionscamp. Spätestens am Donnerstag, dem 30. Mai kommen wir, die Aktiven und Bezugsgruppen, dort zusammen und bereiten uns gemeinsam vor.“ Mobivideo

EA Frankfurt: Massive Grundrechtsverletzungen und Eskalationswilligkeit der Polizei bei Blockupy

Presseerklärung des EA-Frankfurt zu den Blockupy-Tagen in Frankfurt, 25.05.12

Blockupy: Michael Hardt und David Graeber sprechen über Anarchie und Kapitalismus

Die US-Intellektuellen Michael Hardt und David Graeber sprachen zu den Blockupy-Protestierenden in Frankfurt. Es ging um Anarchie, Schulden und Kapitalismus. weiterlesen

Katja Kipping zu Bockupy: Unaufhaltsam!

Die Schilder mit der Aufschrift „Sie verlassen den demokratischen Sektor“ hatten Blockupy-AktivistInnen selbst mitgebracht. Wir haben gezeigt, dass die von der Stadt Frankfurt geplante Errichtung einer grundrechtsfreien Zone gescheitert ist. Der Protest gegen die Erpressungen der Politik durch die Banken, gegen das Privatisieren von Gewinnen und das Sozialisieren von Verlusten in schwindelerregender Höhe hat dort stattfinden, wo die Gier zu Hause ist. Ich fand es toll dabei zu sein.
Blockupy Frankfurt war nur ein Anfang. Hoffentlich!