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Scheiss Dresden!

Gestern Abend kam es im Anschluss an die Pegidademo zu rassistischen Übergriffen auf das Flüchtlingscamp in Dresden. Die Ossilanten haben wohl mal wieder vergessen, dass sie selbst mal Flüchtlinge waren.

„+++ Stadt räumt das Camp der Geflüchteten in Dresden +++

Gegen 8:30 kamen Polizei und Ordnungsamt am Camp an und erklärten, nicht auf die Entscheidung des Gerichtes zum Verbleib der Zelte und Toiletten im Camp warten zu wollen. Wir wurden angewiesen, alle Aufbauten vom Theaterplatz zu entfernen, andernfalls würde dies von der Polizei durchgeführt.

Nach den gestrigen Angriffen von Neonazis und PEGIDA Anhängern auf das Camp ist es symbolträchtig, dass die Polizei heute morgen nun deren Arbeit vollendet. Monatelange wurde PEGIDA auf dem Theaterplatz Raum gegeben ihr rassistisches Gedankengut in der Gesellschaft zu verbreiten. Für Menschen die Rassismus und Diskriminierung seitens des Staates und konservativer Teile der Gesellschaft benennen scheint hingegen kein Platz zu sein.

Wir planen, mindestens bis zur nächsten Pressekonferenz um 15:00 auf dem Platz zu bleiben.

Um weiterhin über die Situation vor Ort informiert zu sein können Sie unserem Twitter account @asylummovement folgen oder uns direkt unter 015752046148 erreichen.“

Mobil: 01575 20 46 14 8
Twitter: @AsylumMovement
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Facebook: Asylum Seekers‘ Movement

Dazu sagt die Linke Sachsen:

Geert Mackenroth soll eigentlich Anwalt der Flüchtlinge sein, laut Gesetz ihre Belange wahren. Stattdessen degradiert er sie zu „Campern“ und stellt ihre Notsituation auf eine Stufe mit Falschparken. Mit seiner kalten Law-and-Order-Haltung stellt er ihre Grundrechte in Frage, ohne jedes Verständnis oder Feingefühl. Letztlich spielt er damit auch rassistischen „PEGIDA“-Anhängern und Neonazis in die Hände, die die Flüchtlinge gestern Abend feige angegriffen haben.

„Versammlungsminister“ Markus Ulbig hat übrigens auch auf dem Theaterplatz nicht mit Flüchtlingen gesprochen, mit „PEGIDA“ ist er schon lange im Dialog.

‪#‎28febdd‬ ‪#‎refugeeswelcome‬ ‪#‎refugeestruggle‬

Quelle:

„+++ Dresden? Nazi-Hochburg und rechte Politik +++

Das Camp in Dresden wurde von der Polizei geräumt.
Dies scheinbar ohne sich an die gemachte Zusage zu halten, den
Gerichtsbeschluss abzuwarten!

Dresden lasst euch aus Deutschland ausgliedern, am besten schliesst euch Nord Korea an! Oder lasst euch als kalter Planet in die Umlaufbahn schießen!

Die 10 % Nicht- Völkischen bleiben bitte, die brauchen wir hier !“

„Moin! Auf dem Thearterplatz in Dresden, hat die Polizei das erledigt, was Nazis und Pegidisten gestern Nacht wollten, nämlich das Refugee Protest Camp mit Gewalt räumen! Dies ohne Gerichtsentscheid! „Die Stärke einer Gesellschaft erkennt man daran, wie sie mit ihren Minderheiten umgeht.“ Habt alle einen schönen Tag!‪“#‎feb28dd‬ ‪#‎nopegida‬ ‪#‎dresden‬

„Ihr seid so 1933…“

„++ Dresden! Ihr seid so 1933 dass der Rest des Landes kotzt ++

Der Rassist und Nationalist Bachmann ( auch bekannt als Krimineller,
Sexist, erfolgloser Kokaindealer und Würstchenverkäufer) will am
Mittwoch eine PEGIDA- Charta veröffentlichen. In dieser sollen alle muslimischen Verbände aufgefordert werden das deutsche Grundgesetz anzuerkennen.
“Die muslimischen Verbände haben die Chance sich von Buku Haram
und IS zu distanzieren so wie als Kriminelle öffentlich zu
deklarieren“. Auf eine große Resonanz hofft er nicht, dass
die PEGIDA – CHARTA unterschrieben wird.
Damit wird Bachmann recht haben, denn kein klarer und kluger
Mensch wird diesen NSDAP Methoden folgen leisten.

Der Rechtspopulist und Demagoge Stadtkewitz führt die Perversionen
fort mit Rassimus, Fremdenfeindlichkeit, National-Stolz, spricht von unterlegenen Kulturen und setzt den Islam mit der Naziideologie gleich. “Schreibt euch einen neuen Koran 2.0“, fordert er die Muslime auf.
Alle Muslime machen sich mitschuldig an den Verbrechen
von islamischen Terror-Organisationen, so schlussfolgert Stadtkewitz.

In keiner Stadt, in keinem Land in Europa hat PEGIDA
so viel offenen und stillschweigenden Zuspruch wie in
Dresden. Die Personen die seit Monaten nun Widerstand
leisten wie Dresden Nazifrei, werden ausgegrenzt, verklagt
und zu Tätern erklärt. Völkische und nationalistische Kräfte
werden durch die sächsische Landeszentrale für politische
Bildung und Politiker der Landesregierung hofiert und akzeptiert.

Einladungen von Jauch folgten und Dialoge (bei einem war der
Vize-Kanzler Gabriel anwesend ) wurden geführt.
Und die Bevölkerung von Dresden? Sie nimmt es hin, schweigt
mehrheitlich und stimmt dem zu, indem sie die Nazis akzeptieren.
Wer nun verfolgen will wie die NSDAP an die Macht kam, ohne
dass jemand etwas gewusst haben will, der schaut bitte nach Dresden,
auf die Nazi-Hochburg in Deutschland.
Die Konzerte und Beteuerungen wie weltoffen und bunt Dresden
ist, sind leere Worte und sonst nichts.

Dresden ihr seid so was von 1933…“

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Grönemeyer: „Jedes Gestammel von Überfremdung ist kalte verbale Brandstiftung“

+++ Herbert Grönemeyer ’s Rede im Wortlaut +++

„Jedes Gestammel von Überfremdung ist kalte verbale Brandstiftung“

Ich finde es erschreckend und traurig, was sich auf den Straßen und in den Köpfen abspielt. Es ist eine klamme, hysterische Atmosphäre. Dass Menschen sich in Deutschland übergangen und politisch nicht wahrgenommen fühlen kann ich gut nachvollziehen. Dass sie sich als nur noch als ausgeschlossen, verwaltet und abgestellt fühlen auch. Dass sie sich Gehör verschaffen in ihren berechtigten Ängsten und Forderungen ernstgenommen werden wollen ist demokratisch. Für eine öffentliche Debatte in der Gesellschaft fruchtbar und hilfreich. Dass eine Auseinandersetzung dadurch angeregt wird und eine stark von der Bevölkerung abgehobene Politik oder Politikerstil ebenso.

Wenn aber mal wieder eine religiöse Gruppe für vielschichtigste, teilweise diffuse Befürchtungen als Sündenbock, Projektion und Zielscheibe ausgemacht wird ist das eine Katastrophe. Es ist absurd, gemein, zutiefst undemokratisch, Unrecht und das geht gar nicht.

Es kann nicht gewollt sein, damit dem dumpfen Stammtischgeist und -zorn mitverantwortlich Tür und Tor zu öffnen. Wir müssen feinnervig aufpassen, auf der reaktionären Seite verbietet sich jedes Zündeln. Dort waren wir schon mal, und dort wollen wir nicht mehr hin. Wir müssen uns als Gemeinschaft gegenseitig vor uns selber warnen, Schranken einbauen und uns schützen und als sehr junges Land gehört das zum Erwachsenwerden und zur demokratischen Pflicht dazu. Es geht um die Politik, das Zusammenleben, nicht um Religion. Religion ist Intimsphäre und Privatsache – was uns alle verbindet ist vor jedem politischen wie religiösen Extremismus. Vor 70 Jahren haben die Alliierten Deutschland aufgeteilt – auch um den rechten Geist von Abermillionen Deutschen zu brechen und nicht wieder aufkommen zu lassen. Wenn jetzt 25 Jahre nach der Wiedervereinigung diese schnell verrohende Stimmung aufflammt, wäre und ist das erschreckend falsch und furchtbar.

Ich weiß, dass Pegida in ihrem Grundsatzpapier sich von jeder extremistischen Idee distanziert – das habe ich gelesen. Aber wir müssen alle zusammen Anstrengungen unternehmen, dass Menschen mit ihren gutgemeinten Anliegen hintenrum nicht für zynische politische Absichten missbraucht werden und sich missbrauchen lassen. Deshalb sind wir hier.

Vier Millionen Menschen islamischen Glaubens haben in Deutschland in den letzten 50 Jahren genauso zum Wirtschaftswunder beigetragen wie Protestanten, Juden, Katholiken, Buddhisten, Hindus und viele andere Religionen mehr. Und sie haben den Solidaritätszuschlag bezahlt als ihren Einsatz und Beweis ihrer Zuneigung für das wiedervereinigte Land. Es ist die Vielfalt, die Deutschland ausmacht, und die es eint, und wir brauchen sie, Sie ist unsere Zukunftsgarantie – bestes Beispiel ist unsere Fußballnationalmannschaft. Wir sind uns alle einig, dass wir ein Einwanderungsland sind und dass Flüchtlingen, Menschen deren Leben bedroht sind von Verfolgung, Folter, Krieg und Tod, hier bei uns Schutz geboten wird, sich um sie gekümmert wird, dass sie gegen jede Art von tumber hohler Anfeindung
Jedes Gestammel von Überfremdung ist kalte verbale Brandstiftung und ignorante Verblendung. Die Welt ist geöffnet – jeder hat Zugang; nicht nur wir. Wem die Nächstenliebe fremd ist, der sollte auch kein Verständnis für sich selber einfordern. Vielleicht könnte man den Namen Pegida in „Demokratischer Aufbruch am Montag gegen rechts“ umbenennen. Das wäre präziser und unmissverständlicher. Man würde besser gehört, ernster genommen und grenzt sich eindeutig gegen jedweden Geist von rechtsaußen ab und man gibt Dresden seinen Stolz und Würde wieder. Es soll demonstriert, viel gemeinsam geredet, endlich zugehört und gefordert werden. Aber dabei müssen wir auf allen Seiten auf leichtfertige, fahrlässige Stimmungs-Brandstiftung aufpassen. Dass endlich ein Dialog stattfindet ist sehr gut. Diese ist unser aller Land. Wir sind für dieses Land verantwortlich und wollen gemeinsam – welcher Meinung, Wahrheit und Religion auch immer – dafür einstehen, dass es für jeden lebens- und liebenswert ist, egal welcher Herkunft und dass jeder die gleichen Grundrechte genießt.

Alle für jeden – das ist Deutschland – und das bleibt so

Herbert Grönemeyer 26 Januar 2015 Dresden

„Ich bin Khaled“

Tod im Plattenbau-Viertel – Dresden ehrt Asylbewerber

In der derzeit sehr angespannten Zeit macht ein Todesfall in Dresden die Menschen betroffen. Tausende Demonstranten erinnern an den getöteten Asylbewerber aus Eritrea. Viele Ausländer trauen sich in Dresden kaum noch auf die Straße.
Die Solidaritätsbekundungen für Khaled in Dresden am Samstag waren groß.

„Ich bin Khaled!“ steht auf vielen Schildern geschrieben. Bei einem mehrstündigen Marsch durch Dresden erinnern tausende Menschen des erstochenen Asylbewerbers aus Eritrea im Nordosten Afrikas. Ein junges Mädchen hält weiße Rosen in der Hand und spricht von Mitgefühl. Ein älteres Ehepaar zeigt sich zufrieden, dass so viele Demonstranten gekommen sind. Der Fall Khaled hat die ohnehin aufgewühlten Dresdner erschüttert. Die Leiche des 20-Jährigen Mannes war am Dienstagmorgen vor einem Wohnhaus in einer Plattenbausiedlung im Südosten der Stadt gefunden worden. Die Hintergründe seines Tods sind weiter unklar. In einer Erklärung zur Demo wurde die Befürchtung geäußert, die Gewalttat könne rassistisch motiviert sein. So weit will Ali Moradi, Geschäftsführer des Sächsischen Flüchtlingsrats, nicht gehen. „Ich hoffe, auf ein klares Ergebnis der Ermittlungen und die Gerechtigkeit“, sagt er….

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Neues aus Dresden (2)

Mit Drohungen in Internet und asylfeindlichen Schmierereien wurde in Dresden-Laubegast ein Flüchtlingsheim verhindert.

„Im örtlichen Hotel „ Prinz Eugen“ sollten 94 Asylbewerber einziehen. Das hatte der Besitzer der Stadt angeboten. Nun zog er seine Offerte jedoch wieder zurück – nachdem er im Netz mit Gewalt bedroht und die Hotelwände mit fremdenfeindlichen Parolen beschmiert worden waren. Konkret nannte der Hoteleigentümer den massiven Widerstand aus der Bevölkerung und dem näheren Umfeld als Grund für seinen Rückzug.“ Der ganze Beitrag

Neues aus Dresden

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