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Ema.Li: Ein unglaublicher Vorfall oder die Arroganz der Sprecher*innen

Die Bundesmitgliederversammlung der emanzipatorischen Linken in Potsdam war von den Aktiven im Ko-Kreis wieder mal super vorbereitet. Die Neuwahl dieses Gremiums und das Abschaffen des Sprecher*innen-Postens standen immerhin auf dem Programm. Ich selbst konnte nicht dabei sein, da ich auf einem Segelschiff kochte.

Irgendwie war es auch gut so. Denn ich musste mir den Stress und den Ärger nicht antun, der sich während der BMV so entwickelte. Worum es ging und wie sich die Ereignisse abspielten, kann man im Protokoll nachlesen und, noch besser, in einem Beitrag von Markus Liske erfahren. Dass diese Strömung kurz vor der Spaltung stand, wird mir durch nachgereichte Informationen noch klarer.

Welchem Auftrag und welcher Intention der noch amtierende Sprecher Ostertag mit seinem unglaublichen Vorgehen folgt, ist mir noch nicht klar geworden. Ema.Li -Mitglieder, die nicht der Partei angehören, als Parasiten und Unterwanderer zu betiteln, ist schon ein starkes Stück, sie aber an der Wahl zu hindern, ist faktisch falsch. Vielleicht ist es seine Strategie, die Ema.Li zu zerstören und verbrannte Erde zu hinterlassen. Ein sofortiger Rücktritt des Sprecher wäre jetzt nicht nur angebracht, sondern würde die Arbeitsfähigkeit des Ko-Kreises wieder herstellen und das Vertrauen in die Strömung könnte zurück gewonnen werden. Noch überwiegt Enttäuschung bei Vielen, die viel Hoffnung und Arbeit in diese Ema.Li gesteckt haben.

Jetzt mal noch ne Frage als kommissarisches Ko-Kreis-Mitglied: Wer hat diesen Rechenschaftsbericht, der von Wertungen von Ostertag nur so strotzt, eigentlich autorisiert?  Wer verordnet wen eine Strömungspause?  (Raik)

P.S.:  Mir fällt doch noch was ein: es fehlt im „Rechenschaftsbericht“ der bisher einzige Ema.Li-Stand bei einem Parteitag, der in Göttingen, der von mir betreut wurde. Ich hatte viele interessante Gespräche, konnte Fragen von Mitgliedern und Interessenten beantworten, unsere wunderbaren Dokumente, Flyer und Eintrittsformulare lagen aus, Karsten Krampitz stellte seine Bücher zur Verfügung, ein echt lebendiger Platz zum Verweilen und Diskutieren. In einer unglaublichen Respektlosigkeit ließen sich die Sprecher*innen Julia Ana Bonk und Olaf Michael Ostertag so gut , wie nicht einmal am Stand sehen. Ich war damals so enttäuscht und fassungslos. Es zeigte sich schon damals, das den genannten Mandatsträger die Mitglieder und Interessenten der Ema.Li am Arsch vorbei gehen. Soviel Ignoranz auch gegenüber meiner Arbeit dort am Stand hatte ich vorher kaum erlebt. Julia drückte sich beim Prager Frühling rum und Olaf versuchte Anschluss an die Parteioberen zu gewinnen. Die Ema.Li und deren Mitglieder interessiert beide nicht die Bohne. Das war mir schon damals in Göttingen klar. Was für eine Fehlbesetzung, ich schäme mich bis heute, sie gewählt zu haben, aber damit muss ich leben. Übrigens viele Emalis unterstützten mich damals am Stand, was das Erlebnis nicht ganz so mies machte.

 

2 Lesungen und ein Konzert

Do. 11. April – 20:00
Schritt für Schritt ins Paradies – Lesung
mit Karsten Krampitz, Manja Präkels, Markus Liske, Wolfgang Seidel u.a.

Baiz
Christinenstr. 1
Berlin-Mitte
 
Eintritt FREI!!!!!


Mo. 15. April – 21:00
Schritt für Schritt ins Paradies – Lesung
anschließend: Konzert DER SINGENDE TRESEN !!!

Kaffee Burger
Torstr. 60
Berlin-Mitte
 
Hier kostet es 5 €, im Doppelpack mit dem Konzert!!!!!
 

Macht ohne Herrschaft – die Konferenz der Ema.Li in voller Länge

Hier findest Du die sehr erfolgreiche Konferenz der Emanzipatorischen Linken „Macht ohne Herrschaft“ auf dem Youtube Kanal in voller Länge. Dabei ist auch ein Mittschnitt des Konzertes des Singenden Tresen. Viel Spaß beim Schauen.

Livestream zur Konferenz „Macht ohne Herrschaft“/Leseproben des Handbuches zur Freiheit

Livestream zur Konferenz „Macht ohne Herrschaft“ am 23. und 24. Februar ab 11.00 Uhr. Dazu noch alle relevanten Infos. Füllt Euch willkommen!

…und hier findest Du Leseproben zum Handbuch zur Freiheit: Schritt für Schritt ins Paradies.

Aus dem Inhalt desBuches:

Jochen Knoblauch: Freiheit heute; Manja Präkels: Eigentumsbestien; Robin Celikates: Freiheit und Sicherheit; Emma Goldman: Das Tragische an der Emanzipation der Frau; Konstanze Kriese: „Du bist wie Anarchismus für mich…“;
Jaroslav Hašek: Die Partei für gemäßigten Fortschritt im
Rahmen der bestehenden Gesetze; Philippe Kellermann: Marxismus und Anarchismus; Beate Kramer: Max Stirner; Bernd Kramer: Der Ameisenstaat; Karsten Krampitz: Jörg Haider und ich; Klaus Lederer: Plädoyer für die Freiheit; Daniel Loick: Zur Kritik der verschuldeten Subjektivität; Robert Misik: Das laue Freiheitsgelaber der Rechten; Jörn Schütrumpf: Rosa Luxemburg; Gerhard Senft: Zum Begriff des Eigentums bei Pierre-Joseph Proudhon; Matthias Vernaldi: Barrierefreiheit im Bordell; Jörn Wegner: Zur Lage des organisierten Monarchismus in Deutschland und Markus Liske: Vor der Himmelstür.

Schritt für Schritt ins Paradies – Motto des Handbuches zur Freiheit bei der Konferenz „Macht ohne Herrschaft“

Pressemitteilung – Anarchismus reloaded: Konferenz „Macht ohne Herrschaft“ am 23. und 24. Februar in Berlin

Als sich der Parteitag der Linken im Oktober 2011 gegen die Aufnahme des Anarchismus in die historische Ahnenreihe entschied und diese gewichtige Strömung keine Erwähnung im Programm fand, entstand die Idee, dem Anarchismus eine Veranstaltung zu widmen. Dass Anarchismus nicht auf Bombenlegerei und Gesetzlosigkeit zu beschränken sei, mehr Spuren als nur Geschichten aus dem Spanischen Bürgerkrieg hinterlassen hat, sondern vielmehr als unverzichtbarer Ideenpool für libertäre, radikaldemokratische und gar pazifistische Einstellungen dient, sollte herausgestellt werden. Auch wollen wir zeigen, dass DIE LINKE und die Linke mehr umfasst als den konservativen Gewerkschaftsflügel oder eine verwaltungsfixierte Parteibürokratie.

Dass aus dieser Idee einmal eine große Konferenz entstehen würde, war in der Ideenfindungsphase so niemandem bewusst. Nach einem Jahr Planung und Vorbereitung, vielen tausend Stunden Arbeit, Rückschlägen und Erfolgen ist nun aber genau eine solche große Veranstaltung herausgekommen.

Am 23. und 24. Februar 2013 wollen wir nun gemeinsam über die Fragen von Demokratie, Freiheit, Anarchismus, über politische Theorie und Praxis diskutieren. Eingeladen haben wir Katja Kipping, Jochen Knoblauch, Helmut Ruge, Karsten Krampitz, Beate Kramer und viele andere. In Formaten, die das patriarchale aus Parteien wohlbekannte Vortrag-Frage-Antwort-Schema auflösen sollen, werden wir dem Anarchismus in Geschichte und Gegenwart auf den Grund gehen.

Buchpremiere „Schritt für Schritt ins Paradies“

Wir freuen uns, am zweiten Tag der Konferenz die neu erscheinende Anthologie „Schritt für Schritt ins Paradies. Handbuch zur Freiheit“ vorzustellen. Am 24. Februar, ab 11 Uhr, wird das von Karsten Krampitz und Klaus Lederer herausgegebene Buch mit einer Lesung präsentiert. Unter den vielen Autorinnen und Autoren, die sich an dem Sammelband beteiligt haben, finden sich etwa Robert Misik, Manja Präkels, Daniel Loick, Beate Kramer, Gerhard Senft, Konstanze Kriese, Markus Liske u.v.a.

Kontakt: Schreiben Sie eine E-Mail an Emali-kokreis@die-linke.org und hinterlassen Sie eine Telefonnummer oder konkrete Anfragen. Wir melden uns umgehend bei Ihnen.

Das Programm zur Konferenz und alles Weitere finden Sie unter http://ema.li

Konferenz „Macht ohne Herrschaft“ Berlin, Haus der Demokratie, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin. 23. Und 24. Februar 2013, jeweils ab 11 Uhr. Eintritt frei

Karsten Krampitz, Klaus Lederer (Hrsg.), Schritt für Schritt ins Paradies. Handbuch zur Freiheit, Berlin (Karin-Kramer-Verlag) 2013. ISBN 978-3879563746

Emanzipatorische Linke

Prognosen zur Zukunft der Ema.Li in einem Dokument von 2006

Viel wird über das sogenannte Selbstverständnis der Emanzipatorischen Linken gefragt und diskutiert. In einem Dokument von 2006 und einer zugehörigen Rezension von Bernd Huettner finden sich dazu einige Antworten.

„Das Papier der emanzipatorischen Linken ist längst überfällig und gibt endlich denen gewissermaßen eine Plattform, die sich in den vorherrschenden innerparteilichen Debatten nicht wiederfinden. Es könnte ein Anlaufpunkt für alle jenen werden, die …..“ Unbedingt lesenswert!

Grußbotschaft an die koreanische Jugend – eine Perle der Unterhaltungskunst

Eine von 청↗년↘좌→파↗ 동↑지↓ 여러→분↗ 안↗녕↘하→세↗요↓http://yleft.kr , einer emanzipatorischen Jugendorganisation aus Südkorea gewünschten Grußbotschaft der Ema.Li ist zu einer unfreiwillig komischen Perle der Unterhaltungskunst geraten. Inwieweit die warmen Worte auch die unbedarften Südkoreaner*innen erreichen oder doch von der Propagandamaschine des nordkoreanischen Imperiums entdeckt worden sind, ist bis dato nicht auszumachen.  Nun ist zu hoffen, dass das fragile Gleichgewicht des Schreckens zwischen den höchst verfeindet sich gegenüber stehenden Formationen nicht empfindlich gestört wurde. Ein Konflikt im Fernen Osten ist zur Zeit nicht wünschenswert, ist der Frieden dort schon eh brüchig. 

Dennoch wollen wir Euch das Produkt unserer Agitprop-Abteilung nicht vorenthalten: