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Neuwahl des Bundeskoordinierungskreises der Ema.Li

Offener Brief an die Sprecher*innen der Emanzipatorischen Linken

Dazu passt mein Brief an die beiden Sprecher*innen der Emanzipatorischen Linken, den ich hiermit veröffentlichen möchte. Er  erklärt vielleicht einiges, aber vor allen Dingen ist er mein Statement zur Lage im Ko-Kreis der Ema.Li. (wurde vor der Sitzung am Sonntag geschrieben, ich konnte selbst nicht an dieser Sitzung teilnehmen)

Liebe Julia und lieber Olaf,

der Grund, der eine klärende Aussprache nötig gemacht hat, ist aus meiner Sicht die großen Differenzen und Dissonanzen, die sich innerhalb des Ko-Kreises gebildet haben.

Die Frage, wie oder ob können wir in der Zukunft zusammen arbeiten, wie sieht es mit Vertrauen und Respekt aus, sollte gelöst werden. Da für mich mein Agieren innerhalb der Ema.Li reine Ehrenamtsarbeit ist, stellt sich mir die Frage, ob ich weiterhin bereit bin, mir die vorherrschenden hierarchischen Strukturen des Ko-Kreises reinziehe.

Das letzte physische Ko-Kreis-Treffen hat für mich deutlich gemacht, wie Ihr tickt, wie strategisch Ihr agiert, wie Ihr die Ema.Li als reines Reputationswerkzeug für Euch persönlich nutzt und Ihr gerne auf die Schaffenskraft williger und gehorsamer Mitarbeiter oder -streiter zurück greifen würdet.

Gerade im Vorfeld der eigentlich einzigen richtigen Aktionen der Ema.Li, die Konferenz und das Buch, war Eure Intention und Interesse zu erkennen. Leider ging es Euch dabei nicht darum, etwas Positives für die Strömung und deren Mitglieder zu schaffen. Man kann damit leben, das Teile des Ko-Kreises weder an Konferenz noch am Buch Interesse hatten. Aber aus welchen Gründen wird die Arbeit von ehrenamtlich agierenden Mitglieder der Ema.Li so torpediert, dass Buch und Konferenz massiv gefährdet waren.

Mit welchen Recht konntest Du, liebe Julia, die zugesagten finanziellen Mittel für das Buch streichen. Die Vorbereitung und Durchführung von Konferenz und Buch hat soviel Kraft, Zeit und Energie gekostet, dass ich mit dem von Euch verschuldeten internen Ärger, den Kämpfen und Auseinandersetzungen an die Grenze des Ertragbaren gekommen bin. Diese Verwerfungen möchte ich nicht nochmal in diesen Zusammenhängen erleben.

Ihr habt weder mit Bedacht und Augenmaß, noch mit Weitsicht und Empathie die Aktionen der „Diktatur der Tätigen“ unterstützt, noch konstruktiv mitgestaltet. Fragmentierte Zuarbeit wurde höchst unprofessionell erledigt und war eher hinderlich als förderlich (Flyer). Das ist alles sehr traurig und hat mich auch sehr verwirrt hinterlassen.

Ich würde das Amt des Sprechers auflösen, als Erfahrung aus den Vorfällen, aber auch grundsätzlich. Die daraus resultierenden Herrschaft- Attitüden sind von einer emanzipatorischen Strömung aus meiner Sicht, abzulehnen. Ein auf Augenhöhe agierender Ko-Kreis wäre ein Neuanfang.

Es gibt sicher noch einiges mehr zu erzählen, Details zu beschreiben oder Verhalten zu diskutieren. Auch ist es nur eine Ausschnitt meiner Gedankenwelt zu diesem Thema, hat keine Garantie auf Vollständigkeit.

Ich würde mir wünschen, Ihr erklärt, was Ihr von dieser Ema.Li wollt, was Ihr hier wollt, was Ihr bewegen wollt und welche Interessen Ihr verfolgt. Und in welchen Strukturen. Ich würde mir wünschen, dass Ihr Eurer gewählten Position bis Oktober konstruktiv gerecht werdet und jetzt schon in eine Diskussion einsteigt, ob es diesen Positionen als Sprecher*innen noch bedarf.

Ich wünsche Euch ein schönes Treffen und vernünftige Ergebnisse, versucht es mal nicht mit parteigetriebenen Duktus und lasst Euch auf die Menschen ein.

Liebe Grüße Raik

Emanzipatorische Linke

Am Sonntag, 21.04.2013, fand eine Aussprache beim Treffen des Bundeskoordinierungskreises (KoKreis) der Ema.Li in Berlin statt. Thema der Aussprache war ein Konflikt zwischen den Sprecher*innen der Ema.Li und Teilen des KoKreises („Diktatur der Tätigen“) um die Herausgabe des Buches „Schritt für Schritt ins Paradies – Handbuch zur Freiheit“ welches auf unserer Konferenz „Macht Ohne Herrschaft“ vorgestellt wurde. Dem Konflikt zugrunde liegen zwei völlig unterschiedliche innerparteiliche Demokratieverständnisse.  Als Konsequenz der vierstündigen Aussprache hat sich ergeben, dass eine weitere konstruktive Arbeit im KoKreis auf Bundesebene nicht möglich ist. Daher wurde beschlossen, dass eine Neuwahl des KoKreises so bald wie möglich erfolgen soll. Die nächste Bundesmitgliederversammlung (BMV), bei der alle anwesenden Ema.Li Mitglieder den neuen KoKreis wählen können, soll daher Ende Juni/Anfang Juli stattfinden. Strittig innerhalb des KoKreises – aus taktischen Erwägungen – ist noch der Ort der nächsten BMV. Als Konsequenz aus dem Konflikt wird zur BMV auch ein Satzungsänderungsantrag gestellt werden, der vorschlagen wird, dass es keine…

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Der alltägliche Sexismus-dokumentiert unter dem Hashtag #Aufschrei

Nachdem Brüderle mit seinem Verhalten gegenüber einer Journalistin eine Diskussion über Sexismus angezettelt hat, kann man bei Twitter unter dem Hashtag #Aufschrei mittlerweile eine umfassende Dokumentation der alltäglichen Diskriminierung von Frauen durch Männer finden. Dass dort auch manche ihre patriarchale und machohafte Maske fallen lassen und bei der Diffamierung des weiblichen Geschlechtes noch einen drauf setzen, ist eher ein entlarvendes Zeugnis vom Zustand unserer Gesellschaft.

Ausführliche Gedanken dazu und zu Vergewaltigung gibt es hier.

Brüderle im Geiste – ein Artikel über ungewollten Sexismus

Nach Vorwürfen gegen Brüderle: „Aufschrei“ auf Twitter gegen Sexismus: (hier einige Beispiele)

„Dann trag halt keine Sachen mit Ausschnitt“ #aufschrei

Sexismusdebatte in Deutschland – Anke Domscheit-Berg im Interview#aufschrei #N24 cc: @anked http://youtu.be/3cGY4aGYloo

Aus aktuellem Anlass gebloggt: Wie Lappalien relevant werden.#aufschrei http://antjeschrupp.com/2013/01/25/wie-lappalien-relevant-werden/ …

Ich werde durch #Aufschrei stark für mein eigenes Verhalten und das in meiner Umgebung sensibilisiert. Gut so!

Der Chefredakteur des Handelsblatts, Gabor Steingart, bezeichnet Brüderles Sexismus in seinem Newsletter als „Bonsai-Affaire“.#aufschrei

Harmloser, aber umso häufiger: „Du bist also die Freundin vom Chef / Sekretärin / Praktikantin?“ NEIN, ich LEITE dieses Projekt.#aufschrei

Frühmorgens, Großstadt, an der Ampel, auf einmal eine wildfremde Hand an meiner Anzughose. „Süßer Hintern“ #aufschrei

Der zudringliche Automobilclub-Pannenhelfer, nachts, auf der Autobahn, der statt Rechnung „das anders regeln“ wollte #aufschrei

„Deine Mudda“-Witze sind nie „dein Vater“-Witze. #Aufschrei

Nen Grapscher o. ä. zu ohrfeigen, ändert im Übrigen nichts daran, gerade sexuell belästigt geworden zu sein. #aufschrei

Dass mich der Vermieter meines Freudes mich bei jeder Begegnung billig anmacht und ich nichts sagen darf. #aufschrei

Das Rad dreht sich weiter: Meine Kolleginnen über den ganz alltäglichen #Sexismus und zur Aktion #Aufschrei http://spon.de/adQ0q

Jetzt berichten Lokal-Redaktionen über #Aufschrei , in denen „Hochschlafen“ Einstiegskriterium ist. So schön. ^^

Wir hatten einen Trainer, der kontrollierte, ob wir nach dem Sport duschten. Er guckte zu. Wir haben uns so geschämt. #aufschrei

Erschreckend, daher lesen! „Lieber Sexist. Ein Brief.“ http://bit.ly/VbPTmY 

Claudia Roth: „Machos zum Schämen nach Hause schicken!“http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruenen-chefin-roth-fordert-ende-des-sexismus-in-deutschland-a-879703.html … #aufschrei

Männer die erklären, frau könne sich doch wehren oder „dagegen vorgehen“ & keine Ahnung haben, wie unbeweglich Gewalt machen kann #aufschrei

drückt sich im vollen bus ein mann so krass von hinten gegen mich, dass ich kurz davor bin, ihm eine zu geben. #aufschrei

Ihr „glaubt“ nicht an Sexismus und Alltags-Diskriminierung von Frauen? Dann lest mal die #aufschrei Tweetshttp://www.sueddeutsche.de/leben/twitter-aufschrei-gegen-sexismus-1.1582797 …

#aufschrei ich werde NICHT sexuellebelästigt!!!! das ist diskriminierung!!!

33 Jahre alt sein beim nächsten jobwechsel und angst haben müssen, dass mir potenzielle gebärfähigkeit zum verhängnis werden wird #aufschrei

Die Angst seit damals „versaute“ Witze als Anmache zu verstehen u vielen Männern damit Unrecht tun! #aufschrei

„wer schreibt das protokoll?“ und alle blicke wandern zur einzigen frau im meeting #aufschrei

Der Schulleitern,der den neuen Schülern erzählt,dass Mädchen kein Mathe können müssen solange sie hübsch sind&lange Beine haben.#aufschrei

Gesagt bekommen, man müsste als Frau halt härter/mehr arbeiten um Akzeptiert zu werden.. #aufschrei

Der Mann, der mir mit 13 im Bus unter den Minirock griff. Den Rock hab ich nie wieder angehabt. #Aufschrei

ich hatte damals lange Haare. Als ein LKW Fahrer merkte, dass ich keine Frau bin, hat er uns sofort rausgeschmissen.#aufschrei

Die sekundäre Viktimisierung einer Vergewaltigungsopfer kann bereits bei der Aufnahme der Anzeige durch die Polizei beginnen.#Aufschrei

alf frommer – „Mein Leben als Alltags-Sexist“: http://siegstyle.de/wordpress/ #aufschrei

#aufschrei weil vergewaltigung noch immer mit „einzelgängerischen triebtätern“ assoziiert wird statt mit einer gewalt- und machtausübung.